In Vergessenheit geraten

Der Wald eroberte sich seinen Lebensraum zurück. Seit langer Zeit betrat keine Menschenseele dieses Gebiet. Langsam und vorsichtig bahnte sich sein Team den Weg durch den zugewachsenen Wald. Einen erkennbaren Pfad gab es nicht. Viele Jahre sind vergangen seit sich die letzten Menschen hierher wagten.

Der Auftrag seiner Reisegruppe bestand darin, diese unwirtliche Region zu erforschen. Nach einigen bangen Stunden entdeckten sie die Ruine eines Hauses. Seine Besitzer ließen es auf ihrer Flucht zurück und überließen es dem Verfall. Das Dach stürzte bald darauf ein und die Pflanzenwelt breitete sich in den steinernen Überresten aus.

Sein Team untersuchte die Ruine mit ihren Instrumenten und stellte fest, dass auch das verfallene Mauerwerk die gleichen Anzeichen erkennen ließ, wie die umliegende Natur. Alles war noch verseucht von dem Ereignis, das sie nur die „große Katastrophe“ nannten. Die noch lebenden Pflanzen wiesen zudem unverändert hohen Gehalt an verschiedenen Plastikarten und anderen Schadstoffen in ihrem Gewebe auf.

Sein Team und er werden erneut mit einer schlechten Nachricht zur Koloniebasis zurückkehren müssen: Die Erde wird leider weiterhin auf Jahre unbewohnbar bleiben. Mit seinem Aufnahmegerät nahm er ein Lichtbild von dem verfallenen Gemäuer auf. Zuhause wird er seinen Kindern und Enkelkindern diese Bilder zeigen und Geschichten von einem einst schönen und beinahe vergessen Planeten erzählen.

6 Kommentare zu „In Vergessenheit geraten

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  1. Dazu fällt mir „Electric Dreams“ ein, eine Produktion auf Basis von Kurzgeschichten von Phillip K. Dick, auch hier geht es immer um teil düstere Zukunftsvisionen, aber auch der Umgang mit künstlicher Intelligenz buw. Klonen. Aber warum gucken wir eigentlich alle so düster in die Zukunft? Klar es gibt soviele Gründe die kaum einen anderen Schluss zulassen, das wir uns selber zerstören. Vielleicht fehlt uns aber auch nur der Glaube daran das wir es schaffen können. Wie würde eine Welt aussehen die 20 Mrd. Menschen beherbergen muss? Geht das überhaupt? Müssen wir einen weiteren Planeten besiedeln? Was könnten Lösungen sein? VG, AB

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    1. Hallo Aliboo7, das wäre eine Interpretationsmöglichkeit. Es gibt aber auch eine positivere Betrachtungsweise: Die Leser (der Verfasser inklusive 😉) können sich fragen, was sie tun können, um die Zukunft besser zu gestalten. Philipp K. Dick mag ich auch sehr gerne. Seine Romane und Kurzgeschichten finde ich allerdings besser als die Verfilmungen. Freundliche Grüße und einen angenehmen Tag 🙂

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  2. Hier steht ein mittelalterlicher Bannturm im Wald. Wenn du unten reingehst, hat jemand seine Altreifen hier entsorgt. Ich liebe die Gebäude aus dem Mittelalter, auch den Galgen, der ein paar Meter weiter noch steht mit einer Gedenktafel, woraus hervorgeht, dass der letzte Gehängte ein Hühnerdieb war. Da leidest du hungers und klaust dir aus der Not ein Huhn und wirst gleich aufgehängt und hast nie mehr hunger.Ich hätt mich zu wehren gewusst. LG PP

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