Im letzten Beitrag habe ich auf scherzhafte Weise über ein Vorstellungsgespräch geschrieben. Die meisten von uns werden die darin in Szene gesetzte Situation gut kennen. Warum bin ich besonders für die Stelle geeignet? Passe ich zum Rest des neuen Teams? Mit derartigen Fragen setzen wir uns vor und während eines Vorstellungsgesprächs auseinander. Manchmal auch danach, weil wir mit den Antworten nicht zufrieden waren.
Bewerbungen, Lebensläufe und Vorstellungsgespräche sind aus dem modernen Berufsalltag nicht mehr wegzudenken. Unternehmen sehen ihre Angestellten mittlerweile als ihr „Humankapital“ an. Sie stellen Expertinnen und Experten ein, die auf der Suche nach den perfekten Mitarbeiter/innen sind, entweder im Rahmen von Bewerbungen oder als Weiterbildungsmaßnahme. Und der Lebenslauf soll am besten lückenlos und geradlinig sein.
Ich frage mich häufig, warum wir uns so sehr auf unsere Zukunft fokussieren. Klar, eine gewisse Vorsorge ist unabdingbar: eine angemessene Bildung und Weiterbildung, wichtigste Versicherungen, Gesundheitsvorsorge, Essen, Dach über den Kopf … Der Mensch macht sich aber darüber hinaus häufig zu viele Sorgen über seine Zukunft. Zudem fühlen wir uns zu sehr verpflichtet, für einen schönen, musterhaften Lebenslauf zu leben.
Wir orientieren uns an vorgegebenen Tätigkeitsbeschreibungen, entweder bei Stellenausschreibungen oder im Rahmen der Erwartungen, die unsere Vorgesetzten, Auftraggeber oder der Berufsstand an unseren Beruf haben.
Wie wäre es aber, wenn wir den Spieß umdrehen würden? Wenn wir unser Leben an einer Tätigkeitsbeschreibung ausrichten würden, die wir uns selbst ausgedacht haben? Wie könnte diese Ausschreibung lauten?
Wie wäre es mit der folgenden persönlichen Stellenbeschreibung: „Sie (w/m/d) sind fröhlich, sehen das Leben mit entspannten Augen und lassen häufiger „Fünfe gerade sein“? Sie machen nur das, was Ihnen Spaß macht und bilden sich gerne weiter, wenn Sie Freude an einem Thema haben? Dann sind Sie bei uns genau richtig!“
In meinen Augen wäre das ein guter Anfang, für mehr Zufriedenheit im Leben zu sorgen.
Titelfoto: Der Lauf des Lebens, Fotorechte: Dario schrittWeise
Also diese Stellenbeschreibung, die man mal für sich selber schreibt, das ist ein witzige und inspirierende Idee. Danke, geliebter Dario, für das überströmende Lächeln, beinahe schon Grinsen, welches mich seit dem Lesen deiner Gedanken heimgesucht hat.
Segensreiche Grüße
Luxus
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Hallo Luxus, ich freue mich sehr, dass ich dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Manch eine(r) würde vielleicht denken, „davon kann man sich nichts kaufen“, aber muss es denn immer so sein? 😉 Sonnige Grüße, Dario 🙂🍀🐞
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Nein, so muss es wahrlich nicht immer sein. 🙂🍀🐞 Danke für das Teilen deiner Freude und sonnige Grüße auch an dich. 🌞
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Super 👍
Ich habe glücklicherweise auch einen Job, in dem ich mich wohl fühle …
In dem ich ICH sein kann, so wie ich bin, ohne mich verbiegen zu müssen und mit viel Freiraum , die Dinge so zu tun, wie es für mich passt
So wird der Unterschied zwischen Arbeitszeit und Freizeit kleiner 😉
Lieben Gruß ❤
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Hi Ananda, das klingt gut, nur sollte man aufpassen, dass die Grenzen nicht völlig verschwimmen, indem man z.B. in der Freizeit Arbeits-E-Mails beantwortet. LG 🙂
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Ich versuche das weitgehend zu vermeiden 😉
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Peter Lustig hat es immer treffend gesagt: „Und jetzt: abschalten.“ 😉 LG
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Hilfreich ist das Abschalten der Benachrichtigungen für Outlook auf dem Handy 😁
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Hallo Dario
Man kann schon so vorgehen, arbeiten und leben.
Ein Stück weit habe ich mir ausgesucht was und wo ich arbeiten möchte.
Mit wem und bei wem. Aber dann muss man auch damit leben dass man damit nicht unbedingt reich wird. Außer man man sich selbstständig und hat mega Erfolg.
LG, Nati
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Hi Nati, ich finde die Einstellung sehr gut. Das Leben ist zu kurz und zu schön, um nach Vorgaben und Vorstellungen von anderen zu leben. Und das Geld alleine macht auch nicht glücklich. Liebe Grüße, Dario
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Für mich funktioniert es Dario, weil ich nicht lebe um zu arbeiten.
Aber viele können sich diese Art und Weise finanziell einfach nicht erlauben.
Geld allein macht nicht glücklich – ja, genauso denke ich auch.
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