Ohne Bild …

„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, heißt es im Volksmund. Wie ist es in der weiten, bunten Welt des Internets? Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Oft hört man, dass die beliebtesten Artikel im Internet ein gutes Bild und eine knackige Überschrift brauchen. Aber wie ist es, wenn man auf das Titelbild verzichtet?

Seitdem ich blogge, veröffentliche ich zu jedem Beitrag mindestens ein Bild, als Titelbild. Das entspricht der Verpackung eines Produkts, dem Coverbild eines Buches, einer DVD oder einer CD.

Meine Vermutung tendiert dahingehend, dass Beiträge, die kein schmuckes Titelbild haben, weniger Beachtung finden, als die mit einem ansprechenden Bild.

Doch Statistiken hin oder her, für mich geht es in erster Linie um die Freude am Gestalten.

Wir leben ohnehin in einer Zeit, die übersättigt ist mit optischen Reizen. Wir Menschen sind visuelle Wesen, die sich von bildhaften Impulsen angezogen fühlen. Wir sollten von Zeit zu Zeit unsere Augen schließen und die Welt ohne visuelle Einflüsse genießen.

Titelbild: Fehlanzeige

19 Kommentare zu „Ohne Bild …

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  1. interessant… ich weiß nicht? früher habe ich auch oft ein foto zum jeweiligen gedicht/ text eingestellt, inzwischen mag ich es für meine texte mehr, wenn sie durch das wort wirken können. ob ich dadurch weniger aufmerksamkeit bekomme? mag sein, ist mir aber beinahe egal bzw ich denke, dass ich meine leser/innen trotzdem erreiche…? 🙂 lg

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    1. Ich habe mich damit ein wenig über das Schreiben in einem Blog auseinander gesetzt. Als eine Art Experiment und „Schreiben über das Schreiben“. Aber klar, am Ende sollte man für sich selbst schreiben und nur das, was einem selbst Spaß macht. Liebe Grüße

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  2. Hallo Dario,
    Deine Überlegungen zum Verwenden von Bildern respektive Fotos im Blog lese ich interessiert. Einiges teile ich. Wiederum mag ich Deine Aufnahmen von Reisen und Wanderungen gerne. Dazu gehören freilich auch die Beschreibungen.
    Wenn wir uns fünfhundert Jahre zurück versetzen, finden wir, dass die Zeit der Reformation sehr stark geprägt war vom Wandel des Bildverständnisses. An einigen Orten gab es einen Bildersturm mit Zerstörung von Bildern und Kunstwerken. Auf der anderen Seite gab es durch den Druck von Bildern, Flugblättern und Büchern eine immense Vervielfältigung von Holzschnitten, Radierungen und Zeichnungen.
    Die gegenwärtigen Transformationen scheinen mir auf ähnliche, fast gleiche Weise bestimmt von Auseinandersetzungen um Bilder, ihre Verbreitung und die jeweilige Interpretation mittels der digitalen Medien. Fotos und Videos bestimmen die Agenda, den Diskurs, sowohl in der Kriegführung wie im Alltag.
    Selber bin ich frustriert über die beschleunigten Herausforderungen der digitalen Welt, insofern ich mich zu laufenden Updates an Geräten und Programmen gezwungen fühle. Über Jahre konnte ich, und das machte mir auch Spaß, Fotos relativ leicht synchronisieren und verwenden. In immer kürzeren Abständen am digitalen „Nachrüsten“ oder „Aufrüsten“ teilzunehmen zu müssen, macht weniger Spaß, dient doch mehr den steuerverkürzenden Digitalunternehmen und kostet mehr Strom, als erneuerbar erzeugt werden kann.
    Dies klingt jetzt zweifelnd und pessimistisch, doch nehme ich weiter teil am Austausch von Bildern und Textbeiträgen, gerne mit etwas mehr Maß, Mitte, Muße und Ziel.
    Ja, schau‘ mer mal. Viele Grüße
    Bernd

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    1. Hallo Bernd,

      du hast recht, der Umgang mit Bildern hat sich im Laufe der Jahrhunderte stark gewandelt. Denken wir an die kultische und religiöse Verwendung der ersten Bilder, aber auch den informativen Charakter der Bilder und Symbole, die den Menschen helfen, die nicht lesen können. Leider können Bilder auch manipulieren und täuschen, wie wir heute immer mehr feststellen können. Und das macht mir zunehmend Sorgen, denn Bilder lassen sich heute sehr leicht verfälschen, was insbesondere bei den sog. Deepfakes ein Problem ist.
      Da wären wir wieder bei der Technik und dem Schritthalten mit den neuesten Entwicklungen. Wir müssen informiert bleiben, um Falschmeldungen erkennen zu können. Und zum Thema moderne Technik: dein Kommentar ist leider im Spam gelandet, aber ich habe ihn zum Glück rechtzeitig entdeckt.

      Beste Grüße und einen angenehmen Abend,
      Dario

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      1. Hallo Dario,
        dankeschön für Deine Gedanken zur Bilderwelt unter dem Titel „Ohne Bild“.
        Du hast ja in der Zwischenzeit wieder eine schöne Aufnahme geschickt vom Ufer unter den Bäumen und den Spiegelungen im Wasser.
        Für mich macht es gerade Sinn, Eindrücke des Sommers zu sammeln für die Herbstzeit und den nächsten Winter. Diese Zeit des Spätsommers und Frühherbstes mag ich besonders gerne mit dem besonderen Licht.
        Gute Zeit und schöne Grüße
        Bernd

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  3. Da liegt Wahrheit drin. Hier wird wenigstens noch auch ohne Bilder gelesen, auch wenn bilderlose Beiträge nicht so viele ansprechen. Bei FB interessiert sich niemand ernsthaft für Worte. Seis drum. Manchmal spiele ich damit und freue mich über den Applaus für den größten Blödsinn dort.

    Ein anderes Kriterium ist die Länge der Einträge., im Verbund mit der Vermischung oder Durchsetzung des Textes mit Bildern, Musik und Verlinkungen.

    Liebe Grüße 👋

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