Die geschenkte Zeit

An jenem denkwürdigen Tag wachte Isidor sehr spät auf. Verschlafen blickte er auf seinen Wecker auf dem Nachttisch neben dem Bett. Der kleine Zeiger des Weckers erreichte schon 10 Uhr. "Ich habe verschlafen!" stellte er erschrocken fest. Isidor stand auf und rannte ins Bad, um sich frisch zu machen. Nach einer schnellen Dusche putzte er... Weiterlesen →

Das verwunschene Bergdorf – ein Frühlingsmärchen [1/2]

Es war einmal ein Dorf in der Bergregion Telamon namens Rotimur. Die Gegend war geprägt von lieblichen Landschaften und grünen Bergwiesen. Die Winter konnten jedoch hart sein, weil dann die Pässe zu dem Dorf schwer zugänglich waren. Dann rückte die Dorfgemeinschaft enger zusammen, um die schwierige Zeit zu überstehen. Auch der weise König Brumbert unterstützte... Weiterlesen →

Die Fabel von der aufmerksamen Schildkröte

An einem lauwarmen Abend lief eine Schildkröte gemütlich zum nahegelegenen Fluss. Am Ufer angekommen, sah sie einen Blauen Pfau, der sein Spiegelbild im Wasser bewunderte. Die untergehende Sonne färbte den Fluss und den Dschungel in prächtige Abendlichter. Die Schildkröte bedauerte es, dass der Pfau dieses Naturschauspiel nicht sah und sprach ihn darauf an: "Guten Abend,... Weiterlesen →

Ein besonderer Morgen

Neulich musste ich wieder an einer dieser langweiligen Konferenzen teilnehmen, die sich teilweise über mehrere Tage hinziehen. Ich musste sogar einen Programmpunkt übernehmen. Die Kollegen sprachen dauernd nur über die Arbeit, auch nach dem Feierabend. Nicht einmal gutes Essen gab es dort. Nach meinem Vortrag beschloss ich kurz aus dem Konferenzsaal zu gehen und etwas... Weiterlesen →

Notizen eines Nachmittags

An jenem heißen Nachmittag drängten sich viele ungeduldige Menschen in der Altstadt. Ich suchte die schattige Geborgenheit eines versteckten Cafés auf. Im Vergleich zum Trubel der engen Gassen kam mir dieser Ort mit altmodischer Inneneinrichtung wie eine Ruheoase vor. Ich setzte mich auf einen lederbezogenen Stuhl und bestellte beim Kellner einen Kaffee, den er mir... Weiterlesen →

Sal’iq: der vergessene Stamm [9 – Ende]

Auf ihrer Flucht vor dem Krieg suchte Sal’iq Zuflucht in der Hafenstadt Dilmuth. Sie traf dort ihre Familie unter den anderen Mitgliedern ihres Stammes, die sich ebenso in die Stadt zurückgezogen hatten. Von ihrem Vater fehlte jedoch jede Spur. In der achten Fortsetzung der Kurzgeschichte standen Sal’iq und ihre Familie schließlich vor der Entscheidung, sich entweder Kapitän Gelan oder ihren Freunden, den Bergbauern, anzuschließen.

Luftpost aus Französisch-Guayana

Hallo lieber Blogschreiber,viel Zeit ist vergangen, seitdem wir uns zuletzt begegnet sind. Ich weiß, unsere Geschichte hat nicht gut angefangen. Vermutlich hast du mein erstes Erscheinen als unerhört empfunden. Wer möchte schon ungebeten vertreten werden? Wer mag eine Kopie, einen billigen Abklatsch des Originals? Auch die zweite Begegnung ist wohl nicht nach deinem Plan verlaufen. Ich bin dir gefolgt, du hast nicht so glücklich gewirkt, als du mich entdeckt hast. Ich kann es verstehen, mir würde es ähnlich gehen. Jetzt soll aber alles anders werden. Ich wollte mich bei dir melden und dir mit diesem Brief per Luftpost die Hand reichen. Hoffentlich kannst du mir meine etwas unkonventionelle Art verzeihen.

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