Der Welttag des Buches und des Urheberrechts 2024

In Katalonien, der autonomen Region in Spanien, gibt es eine Tradition, die jedes Jahr am 23. April gefeiert wird. Zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg schenken sich Menschen Rosen und Bücher. Eine sehr schöne und nachahmenswerte Tradition, wie ich finde.

Der 23. April ist zudem der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes. Die beiden Schriftsteller haben bekanntlich die Weltliteratur nachhaltig geprägt.

Aus diesen Gründen hat die UNESCO-Generalkonferenz im Jahr 1995 den 23. April zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen. Seitdem die UNESCO den Welttag des Buches und des Urheberrechts ins Leben gerufen hat, gibt es jedes Jahr Aktionen, die insbesondere an Schulen sowie in Bibliotheken und Buchhandlungen das Lesen fördern sollen.

Freie Meinungsäußerung

Für mich bildet der Aktionstag eine Brücke zur bundesweiten Aktionswoche der Meinungsfreiheit, die vom 3.5. bis zum 10.05.2024 stattfindet. Mit der Woche der Meinungsfreiheit soll auf die Bedeutung des freien Wortes für unsere Gesellschaft aufmerksam gemacht werden. Dieses Jahr wird die Zukunft der Demokratie im Mittelpunkt stehen.

Die Verbindung zwischen den Büchern und der Meinungsfreiheit liegt auf der Hand: Wenn die Möglichkeit, eigene Meinung frei zu äußern, nicht gegeben ist, dann ist auch die Vielfalt der veröffentlichten Bücher stark eingeschränkt.

Die „Lesende“

Auf dem Titelfoto des Beitrags ist die Skulptur „Die Lesende“ von Wolf Ritz zu sehen. Die Bronzefigur wurde 1985 in der Aachener Innenstadt aufgestellt. Die Lesende scheint so in ihr Buch vertieft zu sein, dass sie gar nicht mitbekommt, was um sie herum geschieht. Ich finde die Figur passend zum heutigen Tag.

Der Welttag des Buches und des Urheberrechts

Ich finde den Aktionstag bedeutend, weil er uns daran erinnert, wie wichtig Bücher und das Urheberrecht sind. In der schnelllebigen Zeit, in der die Menschen immer weniger lesen, die Sozialen Medien den Alltag bestimmen und die künstliche Intelligenz die Werke der Künstler:innen kopiert, sollten wir uns mehr fürs Lesen von Büchern und für den besseren Schutz vom Urheberrecht einsetzen.

Dabei ist es auch wichtig, sich für die freie Meinungsäußerung einzusetzen, damit Autoren Bücher ohne Zensur und Unterdrückung schreiben und Leser:innen diese ohne Angst lesen können.

Quellen

Titelfoto: Die Lesende von Wolf Ritz in Aachen, Foto: Dario Schrittweise
https://www.unesco.de/kultur-und-natur/kulturelle-vielfalt/kulturelle-vielfalt-weltweit/unesco-welttag-des-buches-und-des (zuletzt abgerufen: am 22.04.24)
https://www.welttag-des-buches.de (zuletzt abgerufen: am 22.04.24)
https://charlie.aachen-tourismus.de/poi/die-lesende (zuletzt abgerufen: am 22.04.24)

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6 Antworten auf „Der Welttag des Buches und des Urheberrechts 2024

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  1. Lieber Dario, danke für Deinen Beitrag zu den Büchern und den Rechten auf Urheberschaft und Meinungsäußerung. Einen frühen Beitrag zum Urheberrecht leistete damals Agnes Dürer, die beim Rat der Stadt Nürnberg erwirkte, dass die feinen Radierungen und Drucke ihres Albrecht nicht einfach so „abgekupfert“ und verkauft werden durften. In der digitalen Gegenwart ist dies kompliziert und schwierig, was Text, Bild, Musik, Patente usw. angeht. Mögen sich die Urheberrechte und Meinungsrechte gut vereinbaren lassen. Beste Grüße Bernd

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    1. Hallo Bernd, danke für deinen wissenswerten Kommentar. Ich finde es schon bemerkenswert wie unternehmerisch clever das Dürerehepaar war. Und das Wort „Abkupfern“ klingt auch fast so, als ob es aus jener Zeit stammen würde. 🙂 LG Dario

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