„Je mehr einer die Menschen und ihre Welt liebt, um so mehr will er sie verbessern.“
Das optimistische Zitat von Hermann Kesten ist mein Gedanke des Monats Februar. Der Gedanke ist wie immer im unteren Bereich meines Blogs und auf der Seite mit den bisherigen Gedanken des Monats zu finden.
Der Schriftsteller Hermann Kesten
Hermann Kesten wäre am 28.02. stolze 125 Jahre alt geworden. Der im Jahr 1900 in Polen geborene Schriftsteller ist in Nürnberg aufgewachsen. 1933 ist er nach Frankreich und später in die USA emigriert, weil er Sohn jüdischer Eltern gewesen ist. Später hat er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen.
Mit seinem Debütroman „Josef sucht die Freiheit“ ist ihm 1928 der literarische Durchbruch gelungen. Für den Roman hat er den Kleist-Preis gewonnen. Kesten gilt als ein bedeutender Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“, einer Epoche der Literatur. Von 1972 bis 1976 ist er zudem der Präsident des deutschen PEN-Zentrums gewesen.
Ein anderes Zitat von Hermann Kesten lautet: „Gott schuf die Welt aus dem Nichts. Der Mensch befördert sie dorthin zurück.“
Was hätte der Autor wohl heute gesagt, wenn er sich Gedanken über die aktuellen Entwicklungen in der Welt gemacht hätte? Auf den ersten Blick klingt das zweite Zitat wie ein Widerspruch zum oben genannten. Doch ich finde, wo Dunkelheit um sich zu greifen versucht, sollte es aufrichtige Menschen geben, die fürs Licht sorgen.
Kesten heute
Das deutsche PEN-Zentrum verleiht seit 1985 den Hermann-Kesten-Preis an Menschen „für besondere Verdienste um verfolgte Autoren im Sinne der Charta des Internationalen PEN“. 2024 ist der italienische Schriftsteller Fabio Stassi mit dem Preis ausgezeichnet worden.
Im Jahr 1980 hat ihn die Stadt Nürnberg zum Ehrenbürger erklärt. In Nürnberg sind u.a. das Hermann-Kesten-Kolleg (HKK) sowie das Café der Stadtbibliothek nach ihm benannt worden. Und die Hermann-Kesten-Gesellschaft kümmert sich um seinen literarischen Nachlass.
Dieses Jahr feiert Nürnberg mit mehreren Veranstaltungen 125 Jahre seiner Geburt.
Auf dem Titelbild des Beitrags ist die Hermann-Kesten-Skulptur von Wilhelm Franz Uhlig zu sehen. Ich habe sie im Innenhof der Stadtbibliothek Nürnberg fotografiert.
Ich denke, Kestens Gedanke über die Menschen und ihre Welt ist bedeutend für unsere Zeit. Denn jeder Mensch kann sich mit eigenen Mitteln dafür einsetzen, die unmittelbare Umgebung ein wenig l(i)ebenswerter zu gestalten.
Quellen
Titelfoto: Hermann Kesten, Skulptur im Innenhof der Stadtbibliothek Nürnberg, Künstler: Wilhelm Franz Uhlig. https://www.br.de/franken/inhalt/buchtipps/hermann-kesten-dichter-im-cafe-104.html (zuletzt abgerufen: 31.01.25) https://www.deutschlandfunk.de/josef-sucht-die-freiheit-100.html (zuletzt abgerufen: 31.01.25) https://kesten.de/ (zuletzt abgerufen: 31.01.25) https://www.pen-deutschland.de/hermann-kesten-preis/(zuletzt abgerufen: 31.01.25) https://www1.wdr.de/kultur/kulturnachrichten/Fabio-Stassi-Kesten-Preis-2024-PEN100.html(zuletzt abgerufen: 31.01.25) https://kesten.de/biographie/(zuletzt abgerufen: 31.01.25)
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