Virtual Insanity

„Virtual Insanity“ gehört mittlerweile zu den Klassikern der Acid-Jazz-Band Jamiroquai. Der Song ist 1996 auf dem dritten Album der Band, „Travelling Without Moving“, erschienen.

Ich mag das Lied und finde es musikalisch sehr ansprechend und stimmungsvoll. Zudem hat der Songtext von „Virtual Insanity“ auch eine wichtige Botschaft, denn darin machen sich die britischen Künstler Gedanken über die besorgniserregende Entwicklung der Menschheit, in der sich beispielsweise Mütter die Hautfarbe oder andere körperliche Merkmale ihrer Kinder aussuchen dürfen:

„And now every mother, can choose the colour of her child“
Jamiroquai, Virtual Insanity

Die Natur ist von Menschen schwer beschädigt und wir leben in einer Welt der Unsicherheit und des Irrsinns. Wir haben es nicht mit einer virtuellen Realität sondern mit einem „virtuellen Wahnsinn“ zu tun. Laut Jamiroquai grenzt es nach menschlichen Eingriffen in die Natur an ein Wunder, dass wir noch normale Nahrungsmittel haben:

„It’s a wonder man can eat at all
When things are big that should be small“
Jamiroquai, Virtual Insanity

Noch sei es aber nicht zu spät, noch können wir etwas verändern, bevor unsere Zukunft nur aus virtuellem Wahnsinn besteht. Die Botschaft ist heute aktueller denn je und somit dient das Musikstück nicht nur der Unterhaltung.

Musikvideo „Virtual Insanity“ von Jamiroquai

Kurzinfos:

  • Standard-YouTube-Lizenz
  • „Virtual Insanity (Single Version)“ von Jamiroquai
  • Dauer: 3:56 Minuten
  • Album „Travelling Without Moving“, 1996

Bandprojekt Jamiroquai

Jamiroquai ist eine britische Band, die im Jahr 1992 offiziell gegründet wurde. Der Name besteht aus zwei Wörtern, der Musikrichtung „Jam“ oder Funk-Jam und „Iroquois“ – Irokesen, einem Indianerstamm aus Nordamerika. Mit beiden Begriffen identifiziert sich die Band, was auch in ihrem musikalischen Schaffen erkennbar ist. Die Musikgruppe wird in der öffentlichen Wahrnehmung in erster Linie mit dem Sänger Jay Kay gleichgesetzt, der außerdem für seine exzentrische Hut- und Ferarrisammlung bekannt ist. Ihre Musik ist eine Mischung aus Acid-Jazz, Soul, Funk und elektronischer Musik.

Im Jahr 1993 brachte die Band ihr erstes Album „Emergency On Planet Earth“ heraus, das in Großbritannien auf Anhieb zum erfolgreichsten Debutalbum wurde. Spätestens die Single „Deeper Underground“ („Godzilla“-Soundtrack) aus dem Jahr 1998 brachte der Band Kultstatus. Im März 2017 ist das Album „AUTOMATON“ erschienen, sieben Jahre nach dem letzten Album, „Rock Dust Light Star“ (2010). Ich mag jedoch in erster Linie die älteren und groovigeren Songs von Jamiroquai, die größtenteils auch auf der Kompilation „High Times: Singles 1992–2006“ zu finden sind. [1]

Auf dem Titelfoto „Jamiroquai at Chicago“ von Jordan Fisher ist die Band Jamiroquai auf ihrem Auftritt im Congress Theater in Chicago am 30.10.2005 zu sehen.[2] Mit dem Musikvideo von Jamiroquai möchte ich auch weiterhin einen Beitrag gegen den winterlichen Blues leisten 😉

Quellenangaben

[1] https://www.swr3.de/musik/poplexikon/-/id=927882/did=73306/r4nagr/index.html (zuletzt abgerufen am 08.12.2017)
[2] Titelfoto: "Jamiroquai at Chicago", Autor: Jordan Fischer, 30.10.205. Originaluploader: ShadowHalo, auf der englischen Wikipedia, Lizenz: CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0), via Wikimedia Commons, Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AJamiroquaiAtChicago.jpg, The original uploader was ShadowHalo at English Wikipedia [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

8 Kommentare zu „Virtual Insanity

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  1. Hallo, danke für den Beitrag. Die inhaltliche Bedeutung des Liedes war mir gar nicht bewusst. Auch wenn die Aussichten hinsichtlich der erwähnten Punkte nicht gerade rosig sind, sollte man wohl die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich vor allem die Vorteile der wissenschaftlichen Errungenschaften durchsetzen werden und wir eine Begrenzung in Bezug der erlaubten Eingriffe bspw. bei Genetik und dergleichen erzielen. Auch Anfang des letzten Jahrhunderts hatten die Menschen große Angst vor der technischen Revolution, letztlich ist die Welt jedoch nicht in das komplette Chaos gestürzt. Hoffen wir, dass es sich ähnlich verhält mit den aktuellen und noch auf uns zu kommenden Veränderungen. Auf jeden Fall werde ich versuchen, die Entwicklung mit dem groovigen Sound von Jamiroquai anzunehmen. Viele Grüße, AB

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    1. Hallo lieber aliboo7, danke dir für die schönen und optimistischen Gedanken. Wie immer in der Geschichte hat die Forschung auch heutzutage positive und negative Seiten. Ich finde es dabei auch wichtig, dass der Mensch nicht nur an sich, seinen Profit und seine unmittelbare Umgebung sondern auch an die Natur und den Rest der Menschheit denkt. Mir gefallen auch deine Gedanken über die Technikskepsis unserer Vorfahren. Deine Hoffnung teile ich auch. Alles Gute 🙂

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