Federleicht

Beinahe schwerelos schwebt die kleine Feder durch die Luft, tanzt ausgelassen, vollführt Pirouetten und kleine Luftsprünge. Ich verfolge ihren Flug mit meinem Blick, staune als sie mit der Spitze in einem kleinen Spalt in der Rinde eines Baumes zur Ruhe kommt. Im Baum findet die Feder ihr neues Zuhause. Ihr „Federkleid“ in die Höhe gereckt, scheint sie nach oben zu streben. Gleichzeitig deutet ihre Spitze nach unten, zu den Baumwurzeln. Sie bleibt gedanklich verwurzelt, bodenständig.

Mit einer Feder assoziiere ich auch das Schreiben, die Welt der Kreativität und Phantasie. Unsere Vorfahren benutzten sie viele Jahrhunderte lang, um ihre Gedanken und Ideen schriftlich und zeichnerisch festzuhalten. Die Feder steht stellvertretend für alle Künste, denn damit können alle Arten von Kunstwerken konzipiert und geschrieben werden, von einer Notenpartitur, über einen Entwurf für ein Gebäude bis zu einer Vorzeichnung für ein Ölgemälde. Die Feder ist wie ein Attribut der Musen, der Göttinnen der Künste aus der griechischen Mythologie.

Die symbolische Verbindung zwischen der Feder, welche die Künste und eine gewisse verspielte Leichtigkeit verkörpert, und dem Baum, der für die Natur und Bodenständigkeit steht, ist ein ideales Symbolbild für die Themen, mit denen ich mich in meinem Blog beschäftigen möchte. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, diese Fotografie als mein neues Avatarprofilbild zu verwenden.

12 Kommentare zu „Federleicht

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  1. „Ihr „Federkleid“ in die Höhe gereckt, scheint sie nach oben zu streben. Gleichzeitig deutet ihre Spitze nach unten, zu den Baumwurzeln. Sie bleibt gedanklich verwurzelt, bodenständig.“ ….. ein schönes Sinnbild für das Leben. Das streben nach oben, nach wachsen und reifen, dabei aber verwurzelt und bodenständig bleiben ……
    Danke für das „Bild“ sowohl in Wort als auch in Photographie.

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      1. oh ja, das Gleichgewicht zu wahren ist eine sehr sehr schwere Aufgabe ….. habe ich gerade wieder in einem Gespräch mit einer meiner WeltBestenSchwestern gemerkt …. da ging es um „Geben und Nehmen“ ….. kurz, unsere Eltern sind und waren IMMER für uns da ….. wie viel „muss“ man jetzt „zurück geben“, da sie immer mehr Hilfe brauchen …. wo sind die Grenzen zwischen: sich aufopfern und persönlichem Schutz, wie verhält es sich mit Erwartungen, die eigenen und die der anderen ….. hier ein mit dem Gewissen zu vereinbarendes Gleichgewicht zu finden ist nicht einfach ….. weil man oft selbst hin – und – her gerissen wird ….
        liebe Grüße „smilane“

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