Ein stiller Moment am Straßenrand

Eine kleine Blume wächst zwischen den Platten der Straße. Unbeachtet von den vorbeilaufenden Menschen. Langsam wird sie immer kräftiger. Sie trotzt der Zivilisation. 

Auf dem Foto habe ich einen stillen Augenblick am Straßenrand festgehalten. Der Moment ist fast unbemerkt von den vorüberziehenden Passanten geblieben.

Die Art, wie sie sich gen Himmel emporstreckt, wirkt wie ein kleines Wunder. Ihre Widerstandsfähigkeit fasziniert mich. Doch die Blume steht auch für die Vergänglichkeit. Denn sie wird sich vermutlich nicht lange halten. Sie ist zu ungewöhnlich für ihre Umgebung und wird bald verschwinden müssen.

Vermutlich werden viele sie für Unkraut halten. Für eine schädliche Pflanze sogar, die die Straße zerstört. Doch für mich hat es etwas Poetisches und Motivierendes, wie die Pflanze aus dem Boden sprießt. Sie lässt sich von den Widrigkeiten der Umgebung nicht von ihrem Weg abbringen. Und mir hat sie ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Titelfoto: Blume am Wegesrand, Fotorechte: Dario schrittWeise 

 

8 Kommentare zu „Ein stiller Moment am Straßenrand

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  1. Lieber Dario, man sagt, dass das Erlebnis einer Betrachtung in den Augen des Betrachters/der Betrachterin liegt. Wenn ich deine wunderschöne Blume betrachte, denke ich an das Wunder des Lebens. Wie ist diese Blume in diese unpassende Situation geraten? Und wie war es möglich, dass sie dort ihre volle Größe quicklebendig erreichen
    dürfte? Kein zertrampeltes Blatt. Mir scheint es so, dass Passanten, obwohl sie in ständig durch das Leben rennen, ganz bewusst die kleine, wunderliche Blume geschützt haben und mit kleinem Lächeln im Gesicht weiter geeilt sind. Vielleicht sind sie gar nicht so resisstent für die unerwarteten Wunder? So wie in diesem kleinen Lied von Elli Michler:

    „Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
    dann wird’s auch keins mehr geben.
    Denn wer der Hoffnung sich beraubt,
    dem fehlt das Licht zum Leben.“

    Danke dir für diese, zum Nachdenken anregende „Blumen-Geschichte“ zum 4. Advent. Sie hat mir Freude bereitet.
    LG und bleibe wach für das Wunder von Weihnachten.
    Sophie Mai

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  2. Ich hatte ähnliche Gedanken, wenn ich Pflanzen oder Blumen sah, die dem Beton trotzen und an manchmal sehr einsamen Plätzen blühen. Ein Sinnbild für die Kraft der Natur. Die eine Pflanze wird verblühen, eine neue wird kommen. 🙂 Einen schönen Vierten Advent noch.

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