Reisenotiz aus Trient

Die italienische Stadt Trient ruht majestätisch zwischen den Dolomiten, Bozen und dem Gardasee. Auf dem Domplatz erinnern der Neptunbrunnen, der Stadtturm und der Palazzo und die Kathedrale des San Vigilio an die besondere Vergangenheit der Stadt.

Es ist schon eine Weile her, dass ich in der Hauptstadt der autonomen Region Trentino-Südtirol weilte. Diese fotografische Reisenotiz erinnert mich an diese Reise, die ich in guter Gesellschaft unternommen hatte.

Eine außerordentliche Geschichte

In Trient verbinden sich seit Jahrhunderten die italienische, österreichische und deutsche Kultur. Schon der römische Kaiser Augustus fühlte sich in der Stadt zwischen den Dolomiten und dem Gardasee wohl.

Trient erlebte eine wechselvolle Geschichte. Diese verdankte es seiner günstigen Lage an einer der wichtigen Wege durch die Alpen.

Gegründet wurde die Stadt von den Römern unter dem Schutz des Meeresgottes Neptun. Sein Dreizack war auch namensgebend für die Stadt. Aus dem lateinischen Trident ist das italienische Trento geworden.

Nach den Römern war die Kirche hier sehr mächtig und 1796 und 1797 wurde die Stadt von Napoleon erobert.

Der Domplatz

Auf dem Foto ist der Domplatz mit einem der Wahrzeichen der Stadt zu sehen, dem barocken Neptunbrunnen aus dem 18. Jahrhundert. Die Piazza Duomo gilt als der Mittelpunkt der Stadt.

Neben dem Brunnen überragt der Stadtturm „Torre civica“ mit der großen Turmuhr den Platz. Der markante Turm wurde im 12. Jahrhundert auf den Überresten des Eingang in das römische Tridentum, der Porta Veronensis, gebaut. Der Turm wurde als Stadtgefängnis benutzt.

Direkt an den Turm angeschlossen ist der Palazzo Pretorio. Im Jahr 1220 errichtet, diente das Gebäude als Bischofssitz von Trient, Rathaus, Gericht und Bürgermeisteramt. Heute beherbergen der Palazzo Pretorio und der Torre civica das Diözesanmuseum.

Die Kathedrale San Vigilio ist auf dem Foto nicht zu sehen. Sie befindet sich direkt neben dem Palazzo Pretorio. Das berühmte Gotteshaus wurde im romanisch-lombardischen Stil gebaut. Darin fand im 16. Jahrhundert das bedeutende „Konzil von Trient“ (1545-1563) statt. Die Veranstaltung war eine Reaktion des Vatikans auf die Reformation in Deutschland. Im Diözesanmuseum (Museo Diocesano Tridentino) kann man sich über das Konzil informieren.

Ein beliebtes Reiseziel

Heute ist die Stadt an der Etsch ein beliebtes Reiseziel. Eingebettet in die liebliche Berglandschaft ist sie zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Die Region selbst hat ebenfalls viel zu bieten und lädt zu ausgedehnten Ausflügen ein. Ich würde jederzeit gerne dorthin zurückkehren.

Quellen

Titelfoto: Der Domplatz von Trient, Fotorechte: Dario Schrittweise
https://www.visittrentino.info/de/artikel/kunst-und-kultur/was-zu-tun-in-trento
https://www.visittrentino.info/de/trentino/orte-stadte/trento_md_192
https://www.suedtirols-sueden.info/de/suedtirols-hoher-sueden/kulturtipps/in-der-umgebung/trient.html
https://www.visittrentino.info/de/guide/palazzo-pretorio-e-torre-civica_md_2399
https://www.cultura.trentino.it/deu/Kulturorte/Alle-Kulturorte/Museen-und-Sammlungen/Torre-Civica-Stadtturm
https://www.trentino.com/de/highlights/museen-ausstellungen/torre-civica-in-trient/

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2 Antworten auf „Reisenotiz aus Trient

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