Ein verschlafener Augenblick in einer Seitengasse. An einem heißen Nachmittag im Sommer schien die Zeit still zu stehen. Keine Menschenseele war zu sehen.
Ein Fahrrad lehnte an einer Hauswand. Jederzeit bereit, eingesetzt zu werden. Es war nicht festgebunden, sondern nur mit einem einfachen Schloss gesichert. Die Besitzerin oder der Besitzer fühlten sich hier sicher.
Das Fahrrad verkörperte in meinen Augen die pausierte Bewegung. Es stand symbolistisch für die Ruhe in der Gasse.
Ich stellte mir vor, wie es wäre, wenn der Besitzer käme, um mit dem Drahtesel loszufahren. Ein Gefühl der Freiheit und Abenteuerlust würde ihn erfassen. Er würde auf das Fahrrad steigen und losfahren.
Titelbild
Foto: Ein Augenblick der Stille, Rechte: Dario Schrittweise
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