„Mas, que nada!“ von Jorge Ben Jor

Sonne, Strand und eine kühle Meeresbrise. Ich sitze in einer Strandbar und spüre den Sand unter meinen Füßen. Der Kellner bringt mir eine Kokosnuss mit einem Papierstrohhalm. Ein kleiner Schluck, das Kokoswasser bringt die erhoffte Erfrischung. Ich genieße das Rauschen der Wellen. Eine Katze beobachtet mich neugierig von einer Mauer.

Dann ertönt ein vertrautes Lied aus den Lautsprechern hinter der Bartheke: „Mas, que nada!“. In klassischer Bossa-Nova-Manier singt Jorge Ben Jor über die Schönheit des Samba.

Bossa nova

„Ach, was solls!“

Der brasilianische Sänger und Komponist Jorge Ben Jor (*1939) komponierte das Lied 1963. „Mas, que nada!“ bedeutet sinngemäß „Ach, was solls!“

Eine der bekanntesten Varianten ist die Coverversion von Sérgio Mendes & Brasil ’66. Damit ist Mendes und seiner Band 1966 ein internationaler Hit gelungen. „Die brasilianische Musik hat so viel Schönes und Magisches zu bieten“, hat Mendes einmal treffend gesagt. „Man kann eine CD geschickt bekommen, aber den Geruch und den Klang von Rio kann man nicht verpacken.“

Der Song „Mas, que nada“

Kurzinformationen

  • Titel: „Mas, que nada!“
  • Interpret: Jorge Ben Jor
  • Genre: Bossa Nova
  • Dauer: 3 Minuten

Jorge Ben Jor und Bossa Nova

Der Titel ist auf dem Debütalbum von Jorge Ben Jor „Samba Esquema Novo“ (1963) erschienen. Damals ist er ungefähr 23 Jahre alt gewesen. Als er den Song komponiert hat, ist die Blütezeit des Bossa Nova in Brasilien fast schon wieder vorbei gewesen. Gleichzeitig haben mehrere brasilianische Musiker:innen den Bossa Nova in den USA populär gemacht. Drei Jahre nach dem Erscheinen hat „Mas, que nada!“ wie geschrieben dank Sérgio Mendes und seiner Band Brasil ’66 weltweiten Ruhm erlangt.

Das Lied gehört heute zu den Klassikern des Bossa Nova. Es wurde inzwischen unzählige Male gecovert. Außerdem wird es häufig in Filmen, Serien, Werbespots, Computerspielen und anderen popkulturellen Medien eingesetzt.

Die Leichtigkeit des Sambas

„Mas, que nada!“ ist eine Ode an die Leichtigkeit des Sambas und des Lebens. Im Song heißt es sinngemäß „Ach, was soll’s! Halt mich nicht auf. Was ich will, ist Samba tanzen“.

Für mich ist es ein zeitloses Kunstwerk. Da ich den Bossa Nova mag, höre ich auch gerne dieses Lied. Es ist ideal für die heißen Tage, ob in einer Stadt, einem Dorf oder am Meer – das Lied weckt in mir die Sehnsucht und Fernweh nach einem entspannten Nachmittag an einem brasilianischen Strand.

Quellen

Titelbild: Rechte: Dario Schrittweise
Musikvideo: "Mas que nada" von Jorge Ben
https://www1.wdr.de/radio/cosmo/musik/global-pop-lexikon/ben_jor_jorge102.html(zuletzt aufgerufen am 10.07.26)
https://www.connectbrazil.com/the-story-behind-mas-que-nada/(zuletzt aufgerufen am 10.07.26)
https://thebestofbrazil.info/specialfeatures3.html(zuletzt aufgerufen am 10.07.26)
https://www.n-tv.de/leute/Mas-que-nada-war-sein-Welthit-Brasilianische-Musiklegende-Sergio-Mendes-ist-tot-article25210703.html(zuletzt aufgerufen am 10.07.26)
https://www.nwzonline.de/kultur/mas-que-nada_a_6,0,4110659125.html#(zuletzt aufgerufen am 10.07.26)

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2 Antworten auf „„Mas, que nada!“ von Jorge Ben Jor

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    1. Hi Martha, es ist ein beeindruckendes Lied, das „gut gealtert“ ist, wie ich finde. Es wurde oft kopiert, aber die Qualität des Originals wurde dabei nie erreicht. Ich höre es immer wieder gerne. Beschwingte Grüße, Dario 🙂

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