Am 15. Juli 1799 entdeckte ein Offizier der Truppen Napoleons eine Basalttafel in der Nähe von Rosette in Ägypten. Diese Entdeckung wäre nur eine Randnotiz der Geschichte geblieben, wenn sie nicht eine Besonderheit hätte: auf der schwarzen Tafel wurde eine Inschrift in drei Sprachen geschrieben: Griechisch, Demotisch und in der Sprache der ägyptischen Hieroglyphen. 23... Continue Reading →
Donnerhall am Rheinfall [Konstanz – Basel II]
Ein Donnerhall. Ein ohrenbetäubendes Rauschen. Je näher wir kamen, desto lauter wurde das Tosen. Der feine Wassernebel verlieh dem Anblick einen mystischen Eindruck. Die Wellen brachen gegen die Felsen, die den Wassermassen trotzten wie Felsklippen im Ozean. Die weiße Gischt umhüllte sie. Das besondere Naturschauspiel beeindruckt mich immer wieder, auch wenn ich bereits mehrmals die Gelegenheit hatte, es zu bewundern. Der Rheinfall gehörte für mich eindeutig zu den Höhepunkten des Hochrhein-Jakobswegs. Ich kann Mörikes Bewunderung sehr gut nachvollziehen, als er in seinem Gedicht "Am Rheinfall" den großen Wasserfall mit "Rossen der Götter" verglich...
Spatzenfrühstück am Lago di Tenno [Im Trentino 4]
Die Frühlingssonne näherte sich zunehmend dem Horizont und der ereignisreiche Samstag dem Ende entgegen. Ich bedauerte, dass ich den größten See Italiens wieder verlassen musste. Während meines Aufenthaltes in der Region wurde ich mehrmals positiv überrascht. Doch als ich mich dem Bus näherte, fühlte ich, dass ich an jenem Wochenende noch weitere schöne Momente erleben würde. Ich... Continue Reading →
Jakobsweg „Cluny – Le Puy“: Aufstieg zum Montarcher [4]
Ein neuer Tag brach in Montverdun an. Die Morgensonne eroberte Stück für Stück die von der Dunkelheit besetzten Flächen der Burg zurück. Die Schatten bewegten sich wie schleichende Figuren eines Märchens über den mittelalterlichen Innenhof. Für mich fühlte es sich besonders an, in der ehemaligen Priorei von Montverdun aufzuwachen. Hinter diesen Gemäuern konnte ich die Geschichte... Continue Reading →
Jakobsweg „Cluny – Le Puy“: Von Noailly bis Montverdun [3]
Erfahrungsgemäß dauert es meist 2 bis 3 Tage, bis man auf einer Jakobsweg-Pilgerschaft so richtig "angekommen" ist. Dann kann man sich am besten auf das Gefühl des Pilgerns einlassen. Nach dieser Zeit erlebt man auch eine Art "Kulturschock". Zumindest geht es mir so. Dieses Mal hatte ich erst am 4. Tag einen kleinen "Tiefpunkt", der auch dem... Continue Reading →
Fernweh: griechische Insel Chrysi
Hinter dem Horizont erhebt sich eine einsame Insel im Libyschen Meer, unweit von Kreta gelegen. Dunkelblaue Wellen umtosen den goldenen Strand, auf dem vor einigen Hunderten von Jahren Schmuggler und Piraten regelmäßig ihre Waren ausgeladen haben. Möwen umkreisen den Schiffslandungssteg auf der Suche nach Beute und scheinen die Neuankömmlinge mit ihren charakteristischen Schreien zu begrüßen. Jeder von... Continue Reading →
