Donnerhall am Rheinfall [Konstanz – Basel II]

„Halte dein Herz, o Wanderer, fest in gewaltigen Händen!
Mir entstürzte vor Lust zitternd das meinige fast.
Rastlos donnernde Massen auf donnernde Massen geworfen,
Ohr und Auge wohin retten sie sich im Tumult?
Wahrlich, den eigenen Wutschrei hörete nicht der Gigant hier,
Läg er, vom Himmel gestürzt, unten am Felsen gekrümmt!
Rosse der Götter, im Schwung, eins über dem Rücken des andern,
Stürmen herunter und streun silberne Mähnen umher;
Herrliche Leiber, unzählbare, folgen sich, nimmer dieselben,
Ewig dieselbigen – wer wartet das Ende wohl aus?
Angst umzieht dir den Busen mit eins, und, wie du es denkest,
Über das Haupt stürzt dir krachend das Himmelsgewölb!“

Am Rheinfall von Eduard Mörike[1]

Ein Donnerhall. Ein ohrenbetäubendes Rauschen. Je näher wir kamen, desto lauter wurde das Tosen. Der feine Wassernebel verlieh dem Anblick einen mystischen Eindruck. Die Wellen brachen gegen die Felsen, die den Wassermassen trotzten wie Felsklippen im Ozean. Die weiße Gischt umhüllte sie. Das besondere Naturschauspiel beeindruckt mich immer wieder, auch wenn ich bereits mehrmals die Gelegenheit hatte, es zu bewundern. Der Rheinfall gehörte für mich eindeutig zu den Höhepunkten des Hochrhein-Jakobswegs. Ich kann Mörikes Bewunderung sehr gut nachvollziehen, als er in seinem Gedicht „Am Rheinfall“ den großen Wasserfall mit „Rossen der Götter“ verglich, die „im Schwung, eins über dem Rücken des andern, stürmen herunter und streun silberne Mähnen umher“.[2]

Wegweiser

3. Schaffhausen – Kaiserhof/Bühl

  • Datum: 18.06.2016
  • Entfernung: ca. 25 km

Nach meiner Rückkehr nach Konstanz übernachtete ich bei Ina und Georg in der Nähe von Konstanz. Elias hatte an dem Wochenende leider keine Zeit, um mit uns mitzukommen. Ina begleitete mich einige Kilometer meiner Tagesetappe, von Schaffhausen bis zum Rheinfall.

Die Tagesetappe begannen wir in Schaffhausen im ehemaligen Museum Allerheiligen, wo mein Abschnitt in Mai endete. Dieses Mal nahmen wir uns mehr Zeit für die Besichtigung des Klostermuseums und tranken noch einen Kaffee im Museumscafé.

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Am Rheinfall

Der Weg von Schaffhausen nach Neuhausen am Rheinfall, wo sich einer der drei größten Wasserfälle Europas befindet, ist sehr einfach. Mit dem Blick auf die Festung Munot oberhalb des Flussweges verließen wir Schaffhausen. Nach ungefähr 3 Kilometern entlang des Rheinufers kamen wir am Rheinfall an.

Auf dem Felsen oberhalb des Wasserfalls thront das Schloss Laufen am Rheinfall über dem Rhein. Das im Jahr 858 erstmals urkundlich erwähnte Schloss beherbergt heute ein Restaurant und die Jugendherberge. Der Name kommt von „Grosses Laufen“, wie früher der Wasserfall genannt wurde. Die Eisenbahnbrücke „Rheinfallbrücke“ verbindet die beiden Uferseiten miteinander.[3]

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Wer Zeit hat, kann eine Bootstour vor dem Wasserfall unternehmen, auf einen der Felsen klettern oder das Schloss Laufen besichtigen. Da ich leider wenig Zeit für einen längeren Aufenthalt hatte und wir den Wasserfall schon gut kannten, verzichteten wir auf zusätzliche Aktivitäten. Dies ist aber auch eines der Gründe, warum ich immer versuche, meine Etappen nicht zu groß zu planen. Wir blieben trotzdem gefühlt ungefähr eine Stunde dort, die ich auch sehr genoss.

Ehemalige Benediktinerabtei in Rheinau

Nach dem Besuch des atemberaubenden Wasserfalls verabschiedete ich mich von Ina und lief am Rheinufer entlang Richtung Rheinkraftwerk Neuhausen und Rheinau. An dem Tag stand das Wasser nach mehren Regentagen sehr hoch. Nach Schaffhausen musste ich sehr aufpassen, weil hier auch der Pilgerweg nach Zürich ausgeschildert ist, ein ebenfalls interessanter Weg, der leider in die entgegengesetzte Richtung führt. Ein wenig später lief ich an einem ehemaligen Zollhaus zwischen Deutschland und Schweiz vorbei.

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Bald erreichte ich die Rheinschleife bei Rheinau, mit der beeindruckenden gedeckten Holzbrücke. Der „Hochrhein-Jakobsweg“ führt zwar um Rheinau herum, ich machte aber einen kurzen Umweg durch die Ortschaft, um mir die sehr sehenswerte hochbarocke Klosterkirche der ehemaligen Benediktinerabtei anzusehen. Hier bekam ich auch einen Stempel, den ersten „offiziellen“ auf dem Abschnitt zwischen Konstanz und Basel.

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Unterwegs in Klettgau

Der Hochrhein-Jakobsweg folgt zwischen Konstanz und Basel größtenteils dem Verlauf des Rheins, nur die Strecke zwischen Jestetten und Waldshut-Tiengen weicht komplett davon ab. Hier läuft der Wanderer durch die grenzübergreifende Region Klettgau, die sich sowohl auf der Schweizer als auch auf der deutschen Seite befindet. Einen guten ersten Eindruck kann die folgende Karte vermitteln. Zum Vergrößern kann der folgende Link angeklickt werden.

Karte Hochrhein.png
https://commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0, Link

Kurz nach Rheinau, bei der Ortschaft Balm, verlässt der Jakobsweg den Rhein und durchquert die Region Klettgau. Ich konnte bis dahin jedoch auch nicht der ganzen Strecke entlang des Rheins folgen, weil einige Teile des Wanderweges vom Hochwassers des Flusses überflutet waren.

Ich lief auf die Strasse oberhalb des Ufers. Dort fragte ich einen Mann, der vor seinem Haus saß, wie ich denn nach Lotstetten kommen könnte, weil der Flussweg unpassierbar sei. Er glaubte mir zwar nicht, erklärte mir trotzdem die alternative Route. Ich dachte mir, ich bin zwar ein Pilger, aber über Wasser kann ich trotzdem nicht laufen.

Ein Reh auf der Wiese

Auf dem Weg durch die grenzüberschreitende und wenig bewohnte Region bemerkte ich auf einer Wiese ein Reh, das scheu zu mir sah und wenige Sekunden später davonlief. Ich hatte aber noch Zeit, ein Foto zu machen.

Bei Lottstetten übertritt der Weg wieder die Grenze und ich befand mich wieder in der Schweiz. Irgendwann verlor ich fast den Überblick, in welchem Land ich mich befand, auch eine interessante Erfahrung.

Bei meinen Recherchen nach einer bezahlbaren Übernachtungsmöglichkeit fand ich in dieser Gegend wenige Unterkünfte, die für mich in Frage kamen. Auf der Karte einer bekannten Suchmaschine im Internet sah ich ein Gebäude im Wald, das mit einem Symbol für Hotels und Gasthäuser versehen war. Als ich das dafür zuständige Rathaus anschrieb, reagierten die Verantwortlichen verwundert, weil dies nur eine gewöhnliche Forsthütte im Wald ist, die manchmal für Feste verwendet wird. Auch auf die modernen Suchmaschinen ist nicht immer Verlass.

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Langsam dämmerte es und es regnete ein wenig, der Tag war bereits lang. Ich hoffte, dass ich bald meine Unterkunft finden würde. Ich fand sie nach einer aufwendigeren Recherche vor meiner Anreise im Internet bei Kaiserhof/Bühl. Dabei handelte sich um einen Bauernhof, auf dem manchmal Reiterferien stattfinden. Deswegen vermutete ich, dass die Besitzer vielleicht auch andere Gäste aufnehmen würden. Ich schrieb sie an und dachte, mehr als absagen können sie nicht. Glücklicherweise bekam ich jedoch eine positive Antwort.

Einige Kilometer und einen erneuten Grenzübertritt später sah ich das Waldkreuz, das mir von meinen Gastgebern als Wegweiser beschrieben wurde. Hier in der Nähe müsste der Bauernhof sein, dachte ich mir. Bald entdeckte ich auch einige Häuser im Wald, jedoch sah ich keine Adressen, von Strassennamen ganz zu schweigen. Ich beschloss zum nächsten Bauernhof zu gehen und zu fragen. Ich hatte Glück, denn die Hofbesitzerin sah mich vom Weiten kommen, weil sie noch auf der Weide mit dem Zaun beschäftigt war. Wie es sich herausstellte, fand ich den Hof auf Anhieb. Sie kam mir entgegen, begrüßte mich und machte eine kleine Führung über das Gelände für mich.

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Meine Gastgeberin zeigte mir ihre zwei Lamas, mehrere Kühe und Kälber, sie erzählte mir auch von ihren Pferden, an dem Abend konnte ich sie aber nicht sehen. Ich aß mit der Familie zu Abend und erzählte von meinen Erfahrungen auf dem Jakobsweg. Sie stellten mir eines der abschließbaren Wohnzimmer mit einem Gästebett zur Verfügung, es war mehr und komfortabler als ich es erwartete. Ich fühlte mich für eine Nacht wie ein Landwirt und schlief hervorragend.

Die wichtigsten Orte:

  • Schaffhausen
  • Rhein – Neuhausen am Rheinfall – Rheinfall
  • Lottstetten
  • Forsthütte
  • Kaiserhof/Bühl

4. Kaiserhof/Bühl – Dogern

  • Datum: 19.06.2016
  • Entfernung: ca. 29 km

Am nächsten Morgen wachte ich entspannt auf und frühstückte mit meinen Gastgebern. Sie erzählten mir, dass sie ab und zu auch andere Gäste neben den Teilnehmern der Reiterferien aufnehmen. Einmal übernachteten auch zwei Radpilger nach einem Regentag bei ihnen, weil sie am Abend keine andere Unterkunft fanden. Sie baten mich, an sie zu denken, wenn ich in Santiago ankomme und wir verabschiedeten uns herzlich voneinander.

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Burg Küssaburg

Das Wetter war an jenem Tag weiterhin bewölkt. Bald erreichte ich die Ruine Burg Küssaburg. Ich rechnete nicht damit und war umso überraschter, als ich die alte Burg auf dem kleinen Hügel sah.

Während die erste schriftliche Erwähnung der beiden Nachbardörfer Bechtersbohl und Küssnach im Jahr 876 in Schriften des Benediktinerklosters Rheinau erfolgte, ist über die Entstehung der Burg am Pass von Bechtersbohl wenig bekannt. Erst 1141 wird ein Freiherr Heinrich von Küssenberg genannt. Die Burg Küssaburg änderte auch mehrfach den Besitzer, zuerst herrschte das Bistum Konstanz über die Burganlage und dann seit 1492 ging sie in die Hände der Grafen von Sulz als Lehnsherren über.

Die Geschichte der Burg steht auch exemplarisch für die Geschichte der Region. Über viele Jahrzehnte wurden hier die Konflikte zwischen den Schweizer Eidgenossen und den Habsburgern ausgetragen. Die Burg überstand den Schwaben bzw. Schweizerkrieg und auch im Jahr 1525 den Bauernkrieg. Ein Jahrhundert später, im Jahr 1634,  brannten die Verteidiger ihre eigene Burg im Dreißigjährigen Krieg nieder, um sie nicht den Schwedischen Soldaten zu überlassen. Um die Jahrhundertwende des 19. Jahrhunderts wurde die Burg Küssaburg für die Besucher wieder zugänglich gemacht.[4]

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Ich verließ die Burg auf einem Trampelpfad im Burggraben. Zunächst sah ich den schmalen Pfad nicht und die Arbeiter in der Burg konnten mir auch nicht sagen, wo sich der Weg genau befand.

Weiterhin lief ich durch die Gemeinden Bechtersbohl und später Unterlauchringen auf dem Jakobsweg, der aus dem Schwarzwald kommt. Prinzipiell hätte ich aus Tübingen und Rottenburg am Neckar direkt hierher laufen können, aber der Umweg war wichtig, weil ich nach Konstanz gehen wollte.

Kurz nach Homburg überquerte ich den Fluss Wutach, der später in den Rhein fließt. Die Wutach ist bekannt für ihre Schluchten, die ein beliebtes Wanderziel sind. Eines Tages wurde ich gerne auch hier wandern. Die Doppelstadt Waldshut-Tiengen war nicht mehr weit.

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Waldshut-Tiengen

Ich betrat die Altstadt von Waldshut-Tiengen durch eines der mittelalterlichen Stadttore. Bemerkenswert fand ich die bunten Dächer und die alten Häuser, die alle einen eigenen Namen tragen. Diesen Brauch habe ich öfters in Süddeutschland und in der Schweiz beobachten können, vermutlich wollten die Stadtbewohner im Mittelalter so ihre Häuser kennzeichnen.

Rudolf von Habsburg ließ am Anfang des 13. Jahrhunderts die Festung Waldshut errichten, die wegen ihrer strategisch wichtigen Lage bald zum Sitz des vorderösterreichischen Waldvogts wurde. Im Jahr 1468 überstand die Stadt erfolgreich die sechswöchige Belagerung der Eidgenossen. Seitdem feiern die Stadtbewohner das Fest „Chilbi“. Waldshut konnte sich erst 1803, nach der Französischen Revolution, von den Habsburgern loseisen und dem Herzogtum Baden anschließen. Im Jahr 1975 schlossen sich die Städte Waldshut und Tiengen mit zehn Gemeinden zu Waldshut-Tiengen zusammen.[5]

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Der Stadtbach, der seit 1989 wieder sichtbar durch die Fußgängerzone in der Kaiserstraße verläuft, erinnert mich an meinen letzten Besuch in Freiburg und an die Legende vom Freiburger Bächle.

Ich hielt mich länger in der Stadt auf, es gab auch viel zu sehen. Da es schon spät am Nachmittag wurde, ging ich weiter, weil ich noch ca. 5 Kilometer vor mir hatte. Nach Waldshut kehrte ich wieder an den Rhein zurück. Die Unterkunft in Dogern fand ich über einen bekannten Internetanbieter für private Ferienwohnungen. Ich kam nach 18:00 Uhr bei meinen freundlichen Gastgebern an, einem jungen Paar, und bezog mein Zimmer.

Die wichtigsten Orte:

  • Kaiserhof
  • Küssaburg
  • Bechtersbohl
  • Homburg
  • Waldshut-Tiengen
  • Dogern

5. Doggern – Bad Säckingen

  • Datum: 20.06.2016
  • Entfernung: ca. 25 km

Am nächsten Morgen verabschiedete ich mich von meinen Gastgebern, die auch sehr früh losfahren mussten, weil sie in Stuttgart arbeiteten. Mir kam das frühe Aufstehen entgegen, weil ich so weit kommen konnte, bevor ich am Nachmittag in den Zug steigen würde. Ich dachte hier bereits an meine Fortsetzung des Weges, die ich für August plante.

Leider stellte ich bald fest, dass ich scheinbar meinen Fotoapparat bei meinen Gastgebern in Dogern liegen ließ. Da ich mich bereits sehr weit entfernte und die Gastgeber auch schon weggefahren sind, musste ich den Weg ohne meines Fotoapparats fortsetzen. Aus diesem Grund konnte ich von dieser Strecke keine Fotos machen. Damals ahnte ich zudem noch nicht, dass ich eines Tages darüber Blogbeiträge schreiben würde. Ich entschied mich erst ungefähr ein Jahr später dafür. Meinen Fotoapparat bekam ich später per Post zurück.

Einen großen Teil der 8 Kilometer zwischen Dogern und Laufenburg verläuft der Weg auf einem Damm zwischen dem Werkkanal des Elektrizitätswerks Albbruck-Dogern auf der rechten und dem Rhein auf der linken Seite. Der Anblick wäre schöner gewesen, wäre da nicht das große Elektrizitätswerk, das lange im Sichtfeld bleibt.

Laufenburg

Eines der Tageshöhepunkte war meine Ankunft im kleinen Ort Laufenburg, den es gewissermaßen zweimal gibt, auf der deutschen und auf der schweizerischen Seite. Beide sind auf der wirtschaftlichen und sozialen Ebene miteinander verbunden. Nach dem Zweiten Weltkrieg half die Schweizer Tochterstadt dem deutschen Laufenburg in der Not.

Laufenburg wird heute auch als eine „Friedensstadt“ bezeichnet. Im sogenannten Lunéviller Frieden vom 1801 trennte Napoleon die Stadt Laufenburg, die bis dahin zur Habsburger Monarchie gehörte. Großlaufenburg gehörte seitdem den Schweizer Eidgenossen, Kleinlaufenburg dem Großherzogtum Baden. Die beiden Laufenburger Städte waren 2014 Etappenort der Friedensaktion „Flame For Peace“, mit der an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert werden sollte. Das Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit organisierte den Friedenslauf, der von Sarajevo nach Aachen und durch 12 Länder führte. Eine schöne Aktion und ein Zeichen für den Frieden, wie ich finde. Leider kam ich zwei Jahre zu spät. [6]

Bad Säckingen

Am späten Nachmittag kam ich an einem weiteren Kraftwerk, dem Rheinkraftwerk Säckingen vorbei und über die Schweizer Stadt Stein in Bad Säckingen an. Die Stadt Stein sollte nicht mit „Stein am Rhein“ verwechselt werden, dem Ort bei Schaffhausen. In Stein lief ich über eine besondere gedeckte Holzbrücke, die Bad Säckingen mit der auf der gegenüberliegenden Uferseite verbindet.

Die Holzbrücke von Bad Säckingen

Bad Säckingen entstand zwischen dem 11. Und 12. Jahrhundert aus dem Kloster auf der Rheininsel, das von St. Fridolin im Auftrag des fränkischen Königs gegründet wurde. Das Kloster sollte der Christianisierung der dort ansässigen alemannischen Stämme dienen. Nach einer wechselvollen Geschichte gehörte die Stadt seit 1805 zum Herzogtum Baden.

In den Notzeiten nach dem Zweiten Weltkrieg unterstützten Schweizer die Bewohner von Säckingen sehr, insbesondere der Stadt Fricktal. Bis 1978 hieß die Stad nur Säckingen. Dann bekam sie das Prädikat „Bad“ im Namen, im Rahmen der 1100-Jahr-Feier der Stadt.[7]

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Zu den Wahrzeichen der Stadt gehört das St. Fridolinsmünster, das zunächst im karolingischen Stil erbaut und später im gotischen und barocken Stil erneuert wurde. In der Fridolinskapelle werden die Überreste des Heiligen Fridolin von Säckingen aufbewahrt, dem die Kirche geweiht wurde.[8]

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Eine berühmte Figur, die oft mit der Stadt in Verbindung gebracht wird, ist der „Trompeter von Säckingen„, aus dem gleichnamigen Versepos des Dichters Joseph Victor von Scheffel, der zwischen 1850 und 1851 in Säckingen wohnte. Das Werk „Trompeter von Säckingen, ein Sang vom Oberrhein“ ist 1854 erschienen und im Jahr 1884 komponierte Victor Nessler die Oper „Der Trompeter von Säckingen“. Im Stück geht es um die unglückliche Liebe des mittellosen Trompeters zu einer adeligen Frau, die er erst heiraten kann, als der damalige Papst den im Exil lebenden Trompeter in den Adelsstand erhebt. Das Stück wurde später auch verfilmt.[9]

In Bad Säckingen beendete ich meinen dreitägigen Pilgerabschnitt, den ich in Schaffhausen begann. Bis Basel blieben noch zwei Tagesetappen, die ich für den August 2016 einplante, zusammen mit einer ungefähr zweiwöchigen Pilgerschaft in Frankreich.

Die wichtigsten Orte:

  • Dogern
  • Albbruck
  • Laufenburg
  • Sisseln
  • Stein (Schweiz)
  • Bad Säckingen (Deutschland)

Quellen

[1, 2] Mörike, Eduard: Gedichte, 1906, http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9524/163 (zuletzt abgerufen am 07.10.2018)
[3] http://www.schlosslaufen.ch/de/das-schloss/schloss-geschichte/(zuletzt abgerufen am 08.10.2018)
[4] Ruine Küssaberg (zuletzt abgerufen am 07.10.2018)
http://www.kuessaberg.info/files/content/docs/geschichte/woher-hat-die-kuessaburg-ihren-namen.pdf
http://www.ms-visucom.de/cgi-bin/ebidat.pl?m=h&id=1668
http://www.burgenwelt.org/deutschland/kuessaburg/object.php
[5] https://www.waldshut.de/das-ist-waldshut/geschichte-der-stadt-waldshut/
[6] http://www.laufenburg.de/stadt-leben/friedensstadt/fuer-den-frieden/
http://www.laufenburg.de/stadt-leben/unsere-stadt/geschichte/
[7 - 9] https://www.bad-saeckingen.de/basae2/kultur/stadtgeschichte-/index.php
https://www.bad-saeckingen.de/basae2/kultur/kultur-bildung-und-geschichte/Trompeter-von-Saeckingen.pdf

2 Kommentare zu „Donnerhall am Rheinfall [Konstanz – Basel II]

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