Am 15. Juli 1799 entdeckte ein Offizier der Truppen Napoleons eine Basalttafel in der Nähe von Rosette in Ägypten. Diese Entdeckung wäre nur eine Randnotiz der Geschichte geblieben, wenn sie nicht eine Besonderheit hätte: auf der schwarzen Tafel wurde eine Inschrift in drei Sprachen geschrieben: Griechisch, Demotisch und in der Sprache der ägyptischen Hieroglyphen. 23... Continue Reading →
Donnerhall am Rheinfall [Konstanz – Basel II]
Ein Donnerhall. Ein ohrenbetäubendes Rauschen. Je näher wir kamen, desto lauter wurde das Tosen. Der feine Wassernebel verlieh dem Anblick einen mystischen Eindruck. Die Wellen brachen gegen die Felsen, die den Wassermassen trotzten wie Felsklippen im Ozean. Die weiße Gischt umhüllte sie. Das besondere Naturschauspiel beeindruckt mich immer wieder, auch wenn ich bereits mehrmals die Gelegenheit hatte, es zu bewundern. Der Rheinfall gehörte für mich eindeutig zu den Höhepunkten des Hochrhein-Jakobswegs. Ich kann Mörikes Bewunderung sehr gut nachvollziehen, als er in seinem Gedicht "Am Rheinfall" den großen Wasserfall mit "Rossen der Götter" verglich...
…ein Blick in die Zukunft
Wenn alles gut lief, habe ich heute etwas mehr als die Hälfte der geplanten Strecke der Via Podiensis zurückgelegt. Gutes Wetter, feste Schuhe und positive Gedanken werden mich hoffentlich an mein Zwischenziel bringen. Auf dem Titelfoto ist Conques zu sehen, der Ort an dem ich letzes Jahr meine Pilgerreise vorerst beendete. Ich mag diese vorbereiteten Beiträge, haben sie doch... Continue Reading →
Ein Blick in die Vergangenheit…
Im Jahr 2015 begann ich meine mehrjährige Pilgerreise. Damals begleitete ich zwei gute Freunde auf ihrer Pilgerschaft auf dem Camino del Norte in Spanien, dem nördlichen Jakobsweg, auch der Küstenweg genannt. Die gemeinsame Woche auf dem Camino war sehr schön, voller Freude und geprägt von einem tollen Gemeinschaftsgeist. Für mich war es auch etwas Neues... Continue Reading →
Zuversicht im Reisegepäck
Tief durchatmen. Die Sorgen hinter sich lassen. Entspannen und an nichts denken. Vielleicht verreisen oder im Park ein gutes Buch lesen. Jeder Mensch braucht eine zeitliche und räumliche Oase der Ruhe und Erholung. Auch ich werde mich in wenigen Wochen wieder auf den Weg machen, nach Frankreich. Mit einem Aufbruch ist immer eine Vorfreude, aber... Continue Reading →
Beim König der Seegeister
Berge, Flüsse oder große Felsen: die Menschen sahen schon immer in vielen Dingen ihrer Umgebung beseelte Objekte und dichteten ihnen magische Kräfte an. Die Natur inspirierte sie auch zu vielen fantastischen Geschichten. Bei einem Gewitter stellten sie sich vor, wie der Donnergott seinen Hammer schlug und wenn das Meer tobte vermuteten sie Wasserungeheuer dahinter. Auch... Continue Reading →
Spatzenfrühstück am Lago di Tenno [Im Trentino 4]
Die Frühlingssonne näherte sich zunehmend dem Horizont und der ereignisreiche Samstag dem Ende entgegen. Ich bedauerte, dass ich den größten See Italiens wieder verlassen musste. Während meines Aufenthaltes in der Region wurde ich mehrmals positiv überrascht. Doch als ich mich dem Bus näherte, fühlte ich, dass ich an jenem Wochenende noch weitere schöne Momente erleben würde. Ich... Continue Reading →
Riva del Garda mit Seeblick [Im Trentino 3]
Geräusche der Wellen, eine sanfte Brise und der Seeduft - ich stellte mit Freude fest, dass ich endlich am Gardasee angekommen bin. Der sonnige Frühlingstag hörte noch nicht auf, mich zu überraschen. Auf dem Weg in das Stadtzentrum von Riva del Garda sah ich einen Bus in die Stadt hereinfahren. Ich nahm an, dass es... Continue Reading →
Sonnendurchflutete Olivenhaine und verlorene Schafe [Im Trentino 2]
Spontane Einfälle sind oft die besten. Ein wenig Glück ist dabei auch von Vorteil. An jenem Samstag in April fügte sich alles zusammen. Das Wetter war perfekt und ich fand auf Anhieb den idealen Weg, der mich viel weiter brachte, als ich erwartete. Stück für Stück entfernte ich mich immer weiter von unserer Unterkunft in... Continue Reading →
„….immer einige Schritte weiter“ [Im Trentino 1]
Vor mir breitete sich die malerische Varoneschlucht aus. Weinreben säumten meinen Weg. Ich spürte die Wärme des frühlingshaften Tages auf meiner Haut und genoss die wunderschöne Landschaft. Der Weg schlängelte sich zwischen den Obstgärten und verschwand in einem Dorf, das von einem mittelalterlichen Schloss überragt wird. Einige Kilometer hinter der Burg leuchtete ein großer, hellblauer und von Bergen umrahmter See. Ich musste lachen, denn...
