Basler Basilisk und Lällekönig [Konstanz – Basel III]

Pünktlich um vier Uhr am Morgen gingen auf dem Basler Hauptmarkt die Lichter aus. Für einige Augenblicke herrschte absolute Ruhe. Alle warteten gespannt auf die berühmte Ankündigung. Sie wurden nicht enttäuscht: "Morgenstraich, vorwärts marsch!", riefen die Tambourmajore der Fasnachtsvereine, der sogenannten Cliquen. Mit fröhlichen Rufen setzte sich die Prozession der Masken vor- und ruckwärtsschwankend in Gang.... Weiterlesen →

Donnerhall am Rheinfall [Konstanz – Basel II]

Ein Donnerhall. Ein ohrenbetäubendes Rauschen. Je näher wir kamen, desto lauter wurde das Tosen. Der feine Wassernebel verlieh dem Anblick einen mystischen Eindruck. Die Wellen brachen gegen die Felsen, die den Wassermassen trotzten wie Felsklippen im Ozean. Die weiße Gischt umhüllte sie. Das besondere Naturschauspiel beeindruckt mich immer wieder, auch wenn ich bereits mehrmals die Gelegenheit hatte, es zu bewundern. Der Rheinfall gehörte für mich eindeutig zu den Höhepunkten des Hochrhein-Jakobswegs. Ich kann Mörikes Bewunderung sehr gut nachvollziehen, als er in seinem Gedicht "Am Rheinfall" den großen Wasserfall mit "Rossen der Götter" verglich...

Über Stock und Stein am Rhein [Konstanz – Basel I]

Der Rhein gehört zu den größten Flüssen Europas. Eine mächtige Wasserader, die sich durch das Herz des Kontinents schlängelt. Seinen Ursprung hat der Fluss in der Schweiz, der größte Teil verläuft jedoch durch Deutschland. Die Menschen nutzen Gewässer oft, um eine Grenze zu ziehen. Für mich besitzen Flüsse wie der Rhein in erster Linie etwas Positives.... Weiterlesen →

Beim König der Seegeister

Berge, Flüsse oder große Felsen: die Menschen sahen schon immer in vielen Dingen ihrer Umgebung beseelte Objekte und dichteten ihnen magische Kräfte an. Die Natur inspirierte sie auch zu vielen fantastischen Geschichten. Bei einem Gewitter stellten sie sich vor, wie der Donnergott seinen Hammer schlug und wenn das Meer tobte vermuteten sie Wasserungeheuer dahinter. Auch... Weiterlesen →

Kloster Beuron an der Donau [Jakobsweg nach Konstanz VII]

Vor meinen Augen breitete sich die imposante Kulisse des Donautals mit hohen Klippen und roten Dächern des Benediktinerklosters aus. Die Junge Donau schlängelte sich majestätisch um das große Anwesen. Über eine alte, überdachte Holzbrücke erreichte ich schließlich die Erzabtei Sankt Martin zu Beuron. Die Benediktinermönche Maurus und Placidus Wolter gründeten 1862 die Erzabtei. Während des Streits... Weiterlesen →

Das Meer der Felsen [Jakobsweg nach Konstanz VI]

Der Jakobsweg zwischen Tübingen und Konstanz wird auch "Via Beuronensis" genannt, weil er über Beuron verläuft und von der Beuroner Jakobspilgergemeinschaft betreut und gepflegt wird. Die Strecke ist reich an kulturellen und natürlichen Schätzen. Zu den Höhepunkten gehörte für mich der Aufstieg zum Lochenhörnle, einem Berggipfel zwischen Balingen und Nusplingen. Mit der Durchquerung der Schwäbischen... Weiterlesen →

Abendrot auf der Hornisgrinde

Letztes Wochenende verbrachte ich auf der Hornisgrinde, dem mit 1163 Metern ü. NHN höchsten Berg des Nordschwarzwalds. Neben den bewaldeten Bergen, die fast endlos zu sein scheinen, fand ich in der Gegend auch das Hochmoor beeindruckend. Die Hornisgrinde wurde vermutlich schon von Kelten (800 v. Christus) besiedelt und galt wahrscheinlich für sie auch als ein... Weiterlesen →

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