Romanische Kapelle Saint-Michél-d’Aiguilhe

Im Jahr 950 kehrte Gotheschalk, der Bischof von Le Puy, mit seinen Begleitern von seiner Pilgerreise nach Hause zurück. Er war der erste bekannte Santiago-Pilger, der seine Pilgerschaft außerhalb von Spanien begonnen hat. Nach seiner Rückkehr aus Santiago de Compostela, wo er das Grab des Heiligen Jakobus des Älteren aufsuchte, beschloss Gotheschalk, eine Kapelle in... weiterlesen →

Im mystischen Conques [Via Podiensis 8]

Die letzte Tagesetappe eines größeren Pilgerabschnittes ist immer etwas Besonderes für mich. Bereits die Morgen dieser Etappen sind meistens geprägt von einer aufwühlenden Vorfreude. Auf diese Weise fing auch meine Etappe nach Conques an. Alles fühlte sich an diesen Tagen anderes an. Ich nahm meine Umgebung intensiver und aufmerksamer wahr, wahrscheinlich auch, weil ich wusste,... weiterlesen →

Im gallo-römischen Theater von Lyon

Die herbstliche Sonne ging langsam über Lyon unter und tauchte die vom Verfall gezeichneten Zuschauerränge des antiken Theaters in ein warmes Licht. Ich lief durch die halbkreisförmig angeordneten Sitzreihen und stellte mir vor, wie es sich vor 2000 Jahren wohl anfühlen müsste, als Besucher oder Schauspieler hier gewesen zu sein. Welche Szenen mögen sich hier, im... weiterlesen →

Eine unerwartete Begegnung bei Golinhac [Via Podiensis 7]

Roadmovies sind Filme, in denen die Protagonisten eine wahre Odyssee erleben, bevor sie an ihr Ziel gelangen. Oft verändert sich im Laufe ihrer Reise ihr ursprüngliches Ziel sogar. Sie stellen fest, dass sie in Wahrheit etwas anderes benötigen, als ursprünglich vermutet. Allein diese Erkenntnis ist eine Reise wert. Roadmovies basieren strukturell auf ihrem literarischen Vorbild,... weiterlesen →

Die Pilgerbrücke von Espalion [Via Podiensis 6]

"Die Kraft des Morgens bleibe bei mir, die Stärke und Weisheit der Gedanken mögen mich begleiten. Lass mich meinen Weg erkennen bis ich schlafen gehe in dieser Nacht." Irischer Segenswunsch, Autor unbekannt Dieser Segenswunsch begleitete mich schon im Juni auf dem Jakobsweg zwischen Cluny und Le Puy. Ich dachte seitdem oft daran. Darin ist vom... weiterlesen →

Im Nebel nach St. Chély [Via Podiensis 5]

Im dichten Nebel suchten zwei Pilger den richtigen Weg. Sie trugen Lederkleidung, die sie vor Wind und Wetter schützen sollte. Sie stützten sich an einem Wanderstab. Einer der beiden trank etwas Wasser aus seiner Kalebasse. Eine Glocke in der Ferne wies ihnen den Weg. Sie liefen weiter und folgten dem Glockengeläut. Plötzlich hörten sie Pferdegetrappel.... weiterlesen →

Traumwelten des Aubrac [Via Podiensis 4]

Der Aubrac gehört für mich zu einer der schönsten Regionen auf dem französischen Jakobsweg "Via Podiensis". Weite Steppen und Heiden erstrecken sich bis zum Horizont. Auf dem Weg begegnet der Wanderer und Pilger auf den eingezäunten Weiden den Herden des kastanienbraunen Aubrac-Rindes mit typischen schwarz umrandeten Augen. Aubrac ist der südlichste Vulkankomplex des Zentralmassivs und wird von... weiterlesen →

Pilgerherberge in Aumont-Aubrac [Via Podiensis 3]

Auf meinem bisherigen Jakobsweg durch Deutschland und Frankreich übernachtete ich in sehr wenigen Pilgerherbergen, die man als solche bezeichnen könnte. Meistens waren es gewöhnliche Unterkünfte wie Pensionen oder Gasthäuser, die keinen Bezug zum Jakobsweg hatten. Wenn ich an meinen Weg durch Süddeutschland zurückdenke, dann fallen mir als Beispiele für besonderes pilgerfreundliche Unterkünfte die Pilgerherberge in Frommenhausen... weiterlesen →

Aufbruchstimmung im Velay [Via Podiensis 1]

Kurz vor 6:00 Uhr wachte ich auf. Noch ruhte die Stadt, in Schatten getaucht. Die anderen Pilger im Schlafsaal taten mir gleich. Ich stand auf und bereitete mich für meine erste Etappe auf dem Jakobsweg "Via Podiensis" vor. Meinen Rucksack packte ich, wie gewohnt, bereits am Vorabend. Um 6:30 Uhr begann das Frühstück im "Accueil... weiterlesen →

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