Wer über den Jakobsweg spricht, meint oft den einen bestimmten Pilgerweg durch Spanien, der in Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich beginnt, mit der ersten Etappe die Pyrenäen überquert und dann auf über 800 Kilometer durch Spanien bis Santiago de Compostela verläuft. Im Grunde gibt es aber nicht nur einen Jakobsweg, sondern ein regelrechtes Netzwerk von Wegen, die... Continue Reading →
Der Marionettenspieler aus Montréal du Gers [Via Podiensis 16]
Der rote Vorhang teilte sich und die Marionetten betraten die kleine Bühne. Ihre handtellergroßen Köpfe bewegten sich hin und her. Sie sprachen miteinander, lachten und sangen fröhlich. Der Marionettenspieler verlieh jeder der Pappmaché-Figuren eine eigene Stimme. Eine der bunten Puppen war D'Artagnan und die andere ein Pilger, der schon lange unterwegs war und eine Unterkunft... Continue Reading →
Lauzertes besondere Ecke [Via Podiensis 13]
Der imposante Rheinfall, die Überreste des einst ehrwürdigen Klosters in Cluny, die Kathedrale und die Kapelle von Le Puy-en-Velay, die Brücken von Espalion und Cahors, nur um einige zu nennen: Auf dem Jakobsweg, den ich im Herbst 2015 in Nürnberg begann, sah ich bisher viele besonderen Städte und Sehenswürdigkeiten. Nicht immer sind es die riesigen... Continue Reading →
Die Valentré-Brücke in Cahors [Via Podiensis 12]
Pont Valentré ist eine bedeutende mittelalterliche Steinbrücke, die zum Wahrzeichen der französischen Stadt Cahors geworden ist. Ihre drei markanten Wehrtürme und die sechs gotischen Brückenbogen machen sie einzigartig in Europa. Dabei erwies sich ihre Entstehung als schwierig, denn sie konnte zunächst nicht in der geplanten Zeit fertig errichtet werden. Einer regionalen Legende zufolge suchte der zuständige Baumeister deswegen Hilfe beim Teufel. Dieser willigte ein, unter der Bedingung...
Die Quelle von Ussac [Via Podiensis 11]
Die schönsten Momente des Pilgerns erlebe ich nicht beim Erklimmen der höchsten Gipfel, beim schnellen Zurücklegen der längsten Etappen oder beim Optimieren meiner Ausrüstung. Die wahre Schönheit der Pilgerwege erfahre ich meistens in der Begegnung mit anderen Menschen und in der Stille, die ich spüre, wenn ich in der Natur alleine mit meinen Gedanken bin.... Continue Reading →
Hieroglyphen und Templer in Figeac [Via Podiensis 10]
Am 15. Juli 1799 entdeckte ein Offizier der Truppen Napoleons eine Basalttafel in der Nähe von Rosette in Ägypten. Diese Entdeckung wäre nur eine Randnotiz der Geschichte geblieben, wenn sie nicht eine Besonderheit hätte: auf der schwarzen Tafel wurde eine Inschrift in drei Sprachen geschrieben: Griechisch, Demotisch und in der Sprache der ägyptischen Hieroglyphen. 23... Continue Reading →
Rückkehr nach Conques [Via Podiensis 9]
Vergangenen Sommer reiste ich nach Frankreich, um dort Urlaub zu machen und meinen Jakobsweg fortzusetzen. Meine Freundin und ich machten in der Nähe von Le Puy-en-Velay Urlaub. Dort blieben wir in einer Unterkunft mit liebenswürdigen Gastgebern und machten auch einige Ausflüge im Département Haute-Loire der Region Auvergne-Rhône-Alpes, die uns sehr gut gefiel. Von dort aus... Continue Reading →
Pilgerherberge von Frommenhausen [Jakobsweg nach Konstanz V]
Jakob Beyter (1480 - 1562) pilgerte im Jahr 1510 aus seinem Geburtsort Frommenhausen nach Santiago de Compostela. Der fromme Mann war Schulmeister, Mesner und Organist in Hirrlingen. Auf seinem Grabstein neben dem Turm der Kirche in Hirrlingen weist die Inschrift auf seine Pilgerreise hin: "Als man zalt 1562 am 5. Mai starb der ehrbare Jacob... Continue Reading →
Kelten und Römer bei Schwäbisch Hall [Jakobsweg nach Konstanz II]
Auf den nächsten beiden Tagesetappen begleitete mich mein lieber Freund Max durch den Naturpark "Schwäbisch-Fränkischer Wald". Wir besichtigten auch zwei deutsche Städte, die ihren Ursprung in der Zeit der Kelten und Römer hatten. Auf dem Gebiet der heutigen Stadt Schwäbisch Hall lebten in der Antike Kelten. Sie gewannen zwischen dem 5. und 1. Jahrhundert vor... Continue Reading →
Zwischen Tauber, Jagst und Kocher [Jakobsweg nach Konstanz I]
Meine Pilgerschaft durch Süddeutschland setzte ich im Herbst 2015 in Rothenburg ob der Tauber fort. Ich erinnere mich sehr gerne an diese Zeit, weil darin noch die Frische und eine gewisse Unbekümmertheit des Beginns enthalten waren. Vorher unternahm ich nur kurze Wanderungen mit Freunden, an Fernwanderungen dachte ich noch gar nicht. Erst mit meiner Pilgerschaft... Continue Reading →
