Auf dem Camino Francés

Wer über den Jakobsweg spricht, meint oft den einen bestimmten Pilgerweg durch Spanien, der in Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich beginnt, mit der ersten Etappe die Pyrenäen überquert und dann auf über 800 Kilometer durch Spanien bis Santiago de Compostela verläuft. Im Grunde gibt es aber nicht nur einen Jakobsweg, sondern ein regelrechtes Netzwerk von Wegen, die sich über ganz Europa verstreut, alle spätestens vor der Kathedrale in Santiago bündeln. Zum Pilgern nach Santiago braucht man auch keinen speziell ausgeschilderten Weg, sondern in erster Linie den Wunsch, loszulaufen. Der Weg entsteht dann wie von selbst.

Der spanische Name „Camino Francés“ bedeutet der „französische Weg“, weil er den französischen Jakobsweg „Via Podiensis“ fortsetzt, an der französisch-spanischen Grenze beginnt und, weil über diesen Weg sehr viele französsische Pilger nach Santiago pilgern.

Der Camino Francés beginnt in den Pyrenäen und führt zunächst durch die Region Navarra. In der Stadt Puente la Reina kommen der navarraresische Jakobsweg und der aragonesischen Jakobsweg, der aus dem Norden kommt, zusammen. Ab Logroño führt der Pilgerweg durch die Region Rioja, die für ihren Weinbau berühmt ist. Weiter laufen die Pilger durch Kastillien und Leon, um schließlich in Galicien in Santiago de Compostella anzukommen.

Auf dem Camino Francés befinden sich viele berühmten Orte und Städte. Mehrere Bauwerke wurden, wie auch der gesamte spanische Jakobsweg „Camino Francés“, im Jahr 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Einige Jahre zuvor, 1987, zeichnete der Europarat den Jakobsweg als den ersten „europäischen Kulturweg“ aus. Einige der interessantesten Städte auf dem Pilgerweg sind Roncesvalles, Pamplona, Puente de la Reina mit der gleichnamigen Brücke, Logroño, Santo Domingo de la Calcada mit dem Hühnerwunder, Burgos und die Kathedrale, Leon oder O Cebreiro, um nur einige zu nennen.

Ich werde nach meiner Rückkehr im Oktober nach und nach über die Geschichte dieser und anderer Orte auf der französischen Via Podiensis und dem Camino Francés erzählen.

Wenn alles nach Plan verlaufen ist, werde ich heute meinen Jakobsweg in Nogaro (Frankreich) fortsetzen. In ungefähr 8 bis 9 Tagen plane ich, Saint-Jean-Pied-de-Port zu erreichen, den Ort, in dem die meisten Pilger den Camino Francés beginnen.

In den nächsten Wochen wird es aus diesem Grund hier in meinem Blog ein wenig ruhiger.

Bis bald und einen schönen Herbstbeginn!

18 Kommentare zu „Auf dem Camino Francés

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  1. Hallo Dario,
    es scheint, als ob das Wetter auf deiner Seite steht. Ich wünsche dir auch gute Gastgeber und Gottes Segen auf allen deinen geraden und steilen Wegen durch Frankreich und Spanien.
    LG, Sophie Mai

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Christof, vielen Dank. Bisher ist das Wetter spätsommerlich sonnig und heiß. Ich werde nach meiner Rückkehr über meine Erlebnisse schreiben. Übermorgen plane ich, in Navarrenx anzukommen. Liebe Grüße aus Larreule auf der Via Podiensis, Dario 🙂🍀🌞🐞

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