Adventliche Gedanken mit Eichendorff

Der farbenreiche Herbst ist so gut wie vergangen, die Tage werden immer kürzer und die Nächte länger. Jetzt ist es an der Zeit, wieder für etwas Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden zu sorgen. Heute zünden viele Menschen auf der ganzen Welt die erste Adventskerze an, drei weitere werden bis zum Weihnachtsfest folgen. Für Viele ist die Adventszeit eine gute Gelegenheit, um wieder etwas Besinnung in ihr Leben zu bringen. Ich versuche es auch zu tun, obwohl der Dezember häufig viele Termine und Trubel mit sich bringt.

Wie bestellt in dieser grüblerischen Zeit, erreichte mich vor einigen Wochen die Karte eines sehr lieben Freundes, auf welche er unter anderem auch das berühmte Gedicht des deutschen Schriftstellers Joseph von Eichendorff „Der frohe Wandersmann“ geschrieben hatte. Das Gedicht finde ich sehr passend für mich in diesen Tagen, weil ich meinen Blog als eine Art Reise ansehe, auf der ich Neues lernen und mich mit anderen Menschen, denen ich auf dieser besonderen Reise begegne, austauschen kann. Außerdem ist das Reisen ebenfalls eine meiner Leidenschaften.

Das Gedicht ermutigt uns dazu, optimistisch und ohne Angst in die Welt hinauszugehen, damit wir die Schönheit der Welt erfahren können. Es ist ein positiver Gedanke, wie ein Funke oder ein Licht in einem dunklen Raum. Aus diesem Grund habe ich es als meinen Gedanken des Monats Dezember im unteren Bereich meines Blogs eingetragen.

Der frohe Wandersmann

Joseph von Eichendorff, 1788 – 1858, deutscher Schriftsteller und Dichter der Romantik

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt;
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Wald und Strom und Feld.

Die Trägen, die zu Hause liegen,
Erquicket nicht das Morgenrot,
Sie wissen nur von Kinderwiegen,
Von Sorgen, Last und Not um Brot.

Die Bächlein von den Bergen springen,
Die Lerchen schwirren hoch vor Lust,
Was sollt ich nicht mit ihnen singen
Aus voller Kehl und frischer Brust?

Den lieben Gott lass ich nur walten;
Der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
Und Erd und Himmel will erhalten,
Hat auch mein Sach aufs best bestellt!

Die bisherigen Gedanken des Monats

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen schönen Adventsbeginn!

Quellen

Titelfoto: "Der Blick auf die Kaiserburg vom Tiergärtnertor aus", Fotorechte: Dario schrittWeise
"Der frohe Wandersmann", von Joseph von Eichendorff: Wanderlieder - Kapitel 2, 
zitiert aus: https://gutenberg.spiegel.de/buch/wanderlieder-6703/2 (zuletzt abgerufen am 30.11.2019)

25 Kommentare zu „Adventliche Gedanken mit Eichendorff

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  1. Du bist heute schon der zweite … der mich daran denken lässt … aufzubrechen und weiter zu reisen …
    Und 😊
    Dass ich heute das erste Türchen in meinem Türchen Kalender aufmachen kann 🤗🤗🤗
    LG ❤

    Gefällt 1 Person

    1. Guten Morgen Ananda, es ist ein verlockender Gedanke. Zumindest wäre es wünschenswert, eigene eingefahrene Gewohnheiten zu verlassen und neue Wege zu gehen. Liebe Grüße und einen tollen Adventssonntag wünsche ich dir 🙂 Liebe Grüße, Dario

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