Rückblickend betrachtet

Wir Menschen denken gerne in zeitlichen Strukturen. Am Ende eines Jahres fragen wir uns oft, welche Ereignisse in den letzten 12 Monaten gut und welche verbesserungswürdig waren. Klar gibt es immer Raum für Verbesserungen, ich möchte jedoch in erster Linie auf einige Höhepunkte des Jahres zurückblicken, die ich besonders erwähnenswert finde.

Reisen und Veranstaltungen

Das Jahr 2017 war für mich sehr von größeren und kleineren Reisen und Wanderungen geprägt. Nicht alle Reisen habe ich in Blogbeiträgen festgehalten. Hervorzuheben sind meine Reisen nach Freiburg und Reutlingen, München, Konstanz, Düsseldorf oder die beiden Pilgerwanderungen in Frankreich, auf die ich später eingehen werde. Zu besonderes schönen Wanderungen zähle ich jene auf der Goldenen Straße, im Schönbuch oder auf und um den fränkischen Berg Houbirg, auf dem sich eine ehemalige keltische Höhensiedlung befand. Außerdem muss man nicht immer weit fahren, um schöne Eindrücke zu sammeln, wie ich hoffentlich in meinem Blogbeitrag Streifzüge durch Nürnberg beweisen konnte.

Eine Brücke auf dem Jakobsweg (Fotorechte: schrittWeise)

Ich besuchte auch einige interessante Veranstaltungen, unter anderem zwei größere Konzerte in Nürnberg, das von der Liedermacherin und Chansonsängerin Annett Louisan im März und im November von Adel Tawil. Beide haben mir sehr gut gefallen.


Jakobsweg im Juni und September 2017

Dieses Jahr bin ich auf „meinem“ Jakobsweg ungefähr 500 Kilometer weitergekommen. Vor zwei Jahren, im September 2015 lief ich in Nürnberg los und nach vielen Etappen erreichte ich dieses Jahr im Juni Le Puy-en-Velay und im September Conques.

Der Pilgerweg führte mich bisher durch Bayern, Baden-Württemberg, teilweise durch die Schweiz, am Rhein entlang und durch die französischen Regionen Elsass, Franché-Comte, Burgund, Rhône-Alpes, Auvergne und Languedoc-Roussillon.

Ich habe viele schöne Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt und lernte auf dem Weg viele interessante Menschen kennen. Hoffentlich werde ich nächstes Jahr wieder Gelegenheit finden, weiterzulaufen. Einen Überblick könnt ihr meiner Jakobsweg-Themenseite entnehmen.

Kreuzgang in der Abtei Saint-Fortunat (Fotorechte: schrittWeise)
Kreuzgang in der Abtei Saint-Fortunat (Fotorechte: schrittWeise)

Bloganfang im April 2017

Einen wichtigen Höhepunkt des vergangenen Jahres bildet meine Entscheidung, einen persönlichen Blog zu beginnen. Auch mein Blog ist in einem gewissen Sinne eine Reise. Im April 2017 wagte ich den ersten Schritt und seitdem folgten 74 weitere.

Ich wollte seit Jahren wieder kreativ schreiben, ließ mich aber immer wieder von eigenen Gedanken und indirekt von meiner Umgebung umstimmen. Der innere Kritiker spielte dabei auch eine nicht unwesentliche Rolle.

Wie oft denkt oder hört man Sätze wie „das macht ja jeder“, „es gibt so viele, die es besser können“ oder „was nichts kostet ist nichts wert“. Klar, es gibt immer jemand, der etwas besser, schneller oder interessanter machen kann. Und nur, weil etwas von Vielen gemacht wird, heißt es noch lange nicht, dass wir damit aufhören sollen. Oder sollen wir nicht mehr ins Kino oder Theater gehen?

Den Satz „was nichts kostet kann nichts wert sein“ weise ich ebenfalls entschieden von mir. Mir ist natürlich bewusst, dass der Wert und Erfolg in unserer leistungsorientierten Gesellschaft gerne in Zahlen ausgedrückt wird. Ich bin jedoch der Meinung, dass jeder für sich selbst entscheiden sollte, was er in seinem Leben (z.B. im Blog) gut findet oder nicht, zumindest wenn es um die privaten Angelegenheiten geht.

Mittlerweile ist mein Blog zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen geworden. Hoffentlich schreibe ich auch im kommenden Jahr weiter. Dies gehört zu meinen guten Vorsätzen für das Jahr 2018, auch wenn ich der Meinung bin, dass wir nicht das neue Jahr abwarten sollen, um mit etwas anzufangen oder eine positive Gewohnheit fortzusetzen.

Liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche euch ein unbeschwertes, heiteres und erfülltes Jahr 2018. Bleibt gesund und genießt das Leben. Hoffentlich bringt uns das neue Jahr mehr Frieden und soziale Gerechtigkeit.
Liebe Grüße und bis im kommenden Jahr,
Dario schrittWeise

 

Street Art an einem Wohnhaus in Valencia (Fotorechte: schrittWeise)
Street Art an einem Wohnhaus in Valencia (Fotorechte: schrittWeise)
 Titelbild: Aufstieg zum Dorf Polignac im Velay (Fotorechte: schrittWeise)

25 Kommentare zu „Rückblickend betrachtet

Gib deinen ab

  1. Hallo Schrittweise,

    Blogs schreiben macht doch jeder und das wäre nichts wert? Wer sagt denn sowas? 😀
    90% aller Menschen konsumieren doch nur im Internet und steuern seltenst mal eigene Inhalte bei, sei es Blogartikel, Videos oder eben Kommentare unter einem Artikel.
    Jeder Mensch der einen Beitrag mit einer gewissen Schöpfungshöhe beisteuert verdient unser aller Respekt. Von den Netzwerkeffekten und einem lebhaften Diskurs profitieren wir letztlich alle.

    Insofern, mach bitte weiter so und alles Gute für das kommende Jahr!

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    1. Hallo lieber Patrick, danke für deinen aufmunternden Kommentar 🙂 Oft hört man solche Sätze auch hinsichtlich anderer Aktivitäten und Hobbys. Am besten sollte man gar erst nicht hinhören 😉 Und keine Sorge, ich werde weiterhin schreiben 😊 Ich wünsche dir ebenfalls ein schönes und insbesondere gesundes neues Jahr ☺️ Liebe Grüße aus Nürnberg

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  2. Apropos technische Änderungen und so –
    Ich seh grad, man kann in deinem Blog immer nur auf den ersten Kommentar antworteten. .. das kann man auch ändern in Einstellungen – Kommunikation (heißt das, glaub ich) – Kommentare verschachteln bis zu 10 …

    Und wie hast du deinen Blog denn für Suchmaschinen sichtbar gemacht ?
    Mich findet man, wenn man in Ecosia (Google in grün) Ananda75 eingibt, aber gemacht hab ich da nix ?

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    1. Bisher ist es nicht aufgefallen, weil es noch nicht so viele Kommentare zu Kommentaren gab 😁 Danke für den Tipp, ich habe die Einstellung geändert. Es gibt unter „Datenschutz“ drei Auswahloptionen: „Privat“, „Versteckt“ und „Öffentlich“. Erst mit der letztgenannten Option fangen die Suchmaschinen zu indexieren. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das „Verstecken“ auf Dauer viel bringt. In den ersten 1 – 2 Monaten konnte ich zumindest keinen meiner Einträge über die Suchmaschinen finden. Später sieht es bestimmt anders aus. Ecosia nutze ich übrigens auch sehr gerne. LG 🙂

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      1. AHA !
        unter Datenschutz hab ich noch nie geguckt …
        „Schrittweise“ … da kommt halt alles mögliche unter diesem Namen … hab grad mal geguckt… unter Schrittweise Blog erscheinst du dann
        Wie bei mir, wenn man nur Ananda eingibt, was mir aber aufgefallen ist –
        Die „Likes“, die tröpfeln bei mir immer so nach und nach ein für Posts, die teilweise schon ganz alt sind … ich schätze, das kommt auch irgendwie durch Suchmaschinen, wenn Leute da bestimmte Begriffe eingeben …
        Manche machen es extra dafür, dass sie Tags angeben für ihre Beiträge, die oft gesucht werden
        So was mach ich aber nicht, ich lass das einfach fließen 😉

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  3. Ich freu mich auch, dass du angefangen hast zu bloggen
    😊😊😊
    Bei mir war es im Mai 2012
    In meinem Privatleben lief etwas ziemlich schief
    Etwas musste passieren … etwas Neues … Veränderung …
    Dann sah ich einen Film über eine Frau, die hatte einen Blog
    Das wollte ich auch !!!
    Am nächsten Tag hatte ich einen
    … und fand dort ganz bald nicht nur Freude sondern auch Freunde … die mir aus meiner Krise halfen … denn … „anonym“ konnte ich ehrlicher und offener über meine Situation „reden“ … und ich möchte das bloggen auch nicht mehr missen !!!

    Ich mag deinen Blog 😊
    Auf noch ganz viele schöne Einträge 🤗🤗🤗

    Alles Liebe 💖💖💖💖💖

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    1. Vielen lieben Dank 😀😊 Ich denke, dass auch viele „Profis“ schöpferisch tätig sind, um einige Dinge aus ihrem Leben zu verarbeiten. Schreiben, malen, musizieren etc. sind gut für die Seele. Idealerweise kommt dann noch ein Austausch mit Gleichgesinnten hinzu. Ich freue mich auch, dass ich liebe Blogger kennengelernt habe 🙂 Du bist also schon 5 Jahre dabei, eine beeindruckende Zahl. Hoffentlich bringt uns das neue Jahr viele schöne Blogideen. Liebe Grüße 🙂

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        1. Das kenne ich, manchmal schreibe ich meine Gedanken auch in kleine Heftchen, wenn ich Mal wieder Auszeit von Elektronik und Internet brauche. Meistens, wenn ich im Zug bin, auf Reisen oder beim Pilgern. Liebe Grüße 🙂

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  4. Hallo Dario.
    Da bist du ja auch noch recht frisch dabei.
    Ich bin auch deiner Meinung. Nur weil man mit dem Blog nichts verdient soll er nichts wert sein? Mir ist mein Blog viel wert, macht es doch spaß sein Wissen und seine Gedanken weiter zugeben. Außerdem habe ich in der Zeit soviel gelernt, wenn ich bedenke das ich davor kaum Computer Kenntnisse besaß. Und dieses Leisten müssen halte ich im Blog von mir fern. Ich schreibe weil es mir spaß macht und nicht weil es jetzt sein muss.

    Ich wünsche dir einen schönen Jahreswechsel mit vielen neuen Ideen fürs nächste Jahr. 🍀 LG, Nati

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    1. Ja, mein Blog steckt sozusagen noch in den Kinderschuhen 😉 Es ist gut, wenn man sich zumindest in der Freizeit nicht vom Leistungsdruck der Gesellschaft anstecken lässt. Wie lange bist du schon in der Welt der Blogs dabei? Ich wünsche dir ebenfalls ein schönes und glückliches neues Jahr! LG 🙂

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            1. Hmm, ich würde sagen, dass es beim Anschieben des Blogs kein Ende gibt 😉 Mir haben am Ende verschiedene Personen geholfen. Personen aus meinem Umfeld und „Kommentatoren und Reblogger der ersten Stunde“, mit ihrer konstruktiven Kritik, Verbesserungstipps, ihrer Ermutigung. So etwas ist immer wichtig. Im Laufe der Zeit habe ich auch technische Änderungen vorgenommen, z.B. habe ich den Blog für Suchmaschinen sichtbar gemacht 😉 Ich möchte mit meinem Blog „Schritt für Schritt“ besser werden und dabei mit Freude schreiben. Liebe Grüße, Dario schrittWeise 🙂

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